Ski Alpin | Cortina d'Ampezzo Sofia Goggia gewinnt Wind-Abfahrt in Cortina

Stand: 22.01.2022 12:20 Uhr

Die Abfahrt von Cortina d'Ampezzo hatte am Samstag zwei Hauptrollen zu vergeben. Die eine spielte der Wind. Die andere übernahm die Italierin Sofia Goggia.

Sofia Goggia hat die Abfahrt der Frauen in Cortina d'Ampezzo gewonnen. Auf der WM-Piste des vergangenen Jahres ließ sich die Weltcupführende auch von den widrigen Wetterbedingungen nicht aufhalten und siegte vor der Österreicherin Ramona Siebenhofer (+0,20 Sekunden). Dritte wurde die Tschechin Ester Ledecka (+0,26 Sekunden), die wieder einen Olympia-Doppelstart im Snowboard und bei den Alpinen anstrebt.

Verkürzter Start und Gegenwind

Cortina präsentierte sich zwar mit einem strahlend blauen Himmel, böiger Wind machte es aber nicht nötig, den Start auf der WM-Piste des vergangenen Jahres weiter nach unten zu verlegen. Auch auf der verkürzten Abfahrt spielte der Wind eine entscheidende Rolle. Immer wieder bremste er von vorn vor allem die leichteren Fahrerinnen aus.

Goggia mit vielen Fehlern und viel Risiko

Goggia war trotz ihres Sturzes beim letzten Wochenende als Favoritin ins Rennen gegangen und wurde dieser Rolle gerecht. Die dreimalige Weltcupsiegerin dieser Saison hatte ebenfalls mit dem Wind zu kämpfen, fuhr nicht fehlerfrei, aber mit viel Risiko. In einem wilden Ritt setzte sie im Ziel die Bestzeit. Groß war der Vorsprung nicht, aber er hielt bis zum Ende.

Weidle ohne Chance auf das Podium

Kira Weidle konnte an ihre Top-Platzierung vom vergangenen Wochenende nicht anknüpfen und wurde Zehnte. Die 25-jährige Starnbergerin, die im Vorjahr hier noch WM-Silber gewonnen hatte, fuhr ohne wirklich erkennbare Fehler, verlor aber bereits im oberen Teil viel Zeit.

Zwischenzeitlich kam noch einmal Hoffnung auf, als sie bis auf vier Zehntel an die Bestzeit herankam, doch im Ziel fehlten ihr 0,81 Sekunden zur Spitze.

Weidle enttäuscht: "Mit dem Wind war es heute eine Lotterie"

Sportschau, 22.01.2022 09:10 Uhr

Enttäuscht sprach sie am Sportschau-Mikrofon von einer Windlotterie und meinte lapidar: "Wir sind gestartet, also war es regulär." Zudem habe sie zu viele kleine Fehler gemacht, das hole man auf der verkürzten Strecke nicht mehr raus.

Die zweite Deutsche, Katrin Hirtl-Stanggassinger, war in der Abfahrt satte 4,15 Sekunden langsamer als Siegerin Goggia und reihte sich auf Platz 48 und damit ziemlich am Ende des Klassements (51 Starterinnen) ein.

Super-G am Sonntag

Am Sonntag folgt noch ein Super-G. Der Start ist um 11.45 Uhr. Die Sportschau überträgt im Livestream.