Wind zu stark: Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek abgesagt

Ski Alpin der Männer - Abfahrt in Beaver Creek

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Wind zu stark: Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek abgesagt

Von Johannes Kirchmeier

Das vierte Speed-Rennen in vier Tagen war eigentlich am Sonntag im US-Skiort Beaver Creek geplant. Doch es kann nicht stattfinden. Die Abfahrt muss wegen starker Winde abgesagt werden.

Vor dem Sonntag war in Beaver Creek die große Frage: Wer hat die besten Oberschenkel des Ski-Weltcups? Denn die stärksten Speed-Fahrer der Welt standen vor dem vierten Weltcup-Rennen in vier Tagen. Nach zwei Super-Gs am Donnerstag und Freitag sollte nun auch die zweite Abfahrt stattfinden - eine unglaubliche Belastung für die Beine der Schnellfahrer. Nur die Harten können da noch nach ganz vorne fahren.

Skirennfahrer müssen noch am Sonntag zurück nach Europa reisen

Doch dann zog nach zwei schönen Ski-Tagen der Wind auf im prominenten US-Skigebiet - und verhinderte den geplanten Start um 20 Uhr. Nach drei halbstündigen Verschiebungen und einer kurzfristig anberaumten Streckenverkürzung musste der Ski-Weltverband FIS letztlich bekannt geben: Das Rennen findet nicht statt, die Winde waren zu stark.

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Die Belastung für die Beine blieb also aus. Auch weil die Teams noch am Sonntag nach Denver reisen, um von dort nach Europa zu fliegen, wo der Weltcup am Wochenende in Val d'Isere fortgesetzt wird. Vielleicht ist die Absage im ohnehin anstrengenden Olympia-Winter auch gar nicht schlecht für die Speed-Fahrer.

So geht nach den drei gefahrenen Rennen besonders Aleksander Aamodt Kilde als Gewinner aus dem Wochenende hervor. Der norwegische Gesamtweltcupsieger von 2019/20 hatte nach seinem Ausfall am Donnerstag die zwei verbleibenden Rennen gewinnen können. Er ist nach seinem Kreuzbandriss im Januar 2021 definitiv wieder zurück in der Weltspitze. Donnerstags-Sieger war Marco Odermatt aus der Schweiz.

DSV-Alpindirektor Maier zieht gemischtes Fazit

Und die Deutschen? Die würden die Tage auf der "Birds of Prey", der Raubvogel-Piste zumindest in Teilen gerne vergessen. "Bei den Jungs ist es ein bisschen weniger als wir erwartet haben", sagte der DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier dem Sport-Informationsdienst.

Andreas Sander war als Vierter im Super-G am Freitag noch am nächsten dran am Podest, konnte diesen starken Eindruck mit den Plätzen zehn im zweiten Super-G und 20 in der Abfahrt aber nicht bestätigen. Der andere Silbermedaillen-Gewinner der WM 2021, Romed Baumann, schied gar zweimal aus und wurde am Samstag 23.

Dominik Schwaiger wurde am Samstag immerhin überraschender Elfter. "Wir hängen ein bisschen hinter unserem selbst erarbeiteten Image her", sagte Maier, der aber auch anführte: "Man muss um die Zeit nicht die große Sense rausholen und große Kritik üben."

Stand: 05.12.2021, 21:23

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