Laura Gimmler

Langlauf | Teamsprint in Dresden Langlauf - Deutsche besiegen Norwegen im Teamsprint und enttäuschen trotzdem

Stand: 19.12.2021 12:31 Uhr

Im Schlussspurt Norwegen besiegt, allerdings nur im Kampf um den neunten Platz. Insgesamt verlief auch der Sonntag für die deutschen Langläuferinnen in Dresden eher enttäuschend.

Die deutschen Langläuferinnen sind beim Teamsprint in Dresden am Sonntag (19.12.2021) nur auf den neunten und damit vorletzten Platz gesprintet.

Laura Gimmler und Sofie Krehl lagen auf dem Stadtkurs mit engen Kurven zunächst gut im Rennen, nach einem Sturz platzten dann alle Hoffnungen. Nach der Auswertung des Zielfotos gab es zumindest einen Grund zur Freude: Im Kampf um den vorletzten Platz hatte das DSV-Team hauchdünn die Skispitze vor Norwegen II, die ebenfalls beim Wechsel gestürzt waren.

"Der Ärger überwiegt", sagte Gimmler danach enttäuscht im ZDF und ergänzte: "Wir können das besser." Die beiden Deutschen hielten sich im hinteren Bereich des Feldes und damit aus dem "Nahkampf" heraus. Das Missgeschick passierte beim Wechsel, als eine andere Athletin Gimmler über den Ski trat, als diese los skaten wollte. "Bei dem Gegenwind läuft man es nicht mehr zu", ärgerte sie sich.

Norwegen ohne Topstars

Norwegen war nur mit der zweiten Garde am Start und hatte mit dem Sieg nichts zu tun. Diesen sicherte sich Schweden (Jonna Sundling/Maja Dahlqvist) vor dem Team der USA und Slowenien. Interessant: Jessi Diggins (USA) und Eva Urevc (Slowenien) waren noch aneinander geraten und gestürzt. Beide schafften aber wieder den Anschluss an die Spitze und hingen auf der letzten Runde die Konkurrenz im Kampf um das Podest erfolgreich ab.

Deutschland 1 verpasst Finale

Das zweite deutsche Team mit Anne Winkler und Coletta Rydzek war bereits im Halbfinale gescheitert.

Deutsche Männer verpassen Finale

Bei den Männern hatten keine Athleten aus der Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder das Finale erreicht. Den Sieg sicherten sich die beiden Norweger Thomas Helland Larsen und Even Northug vor ihren Landsmännern Sindre Björnestad Skar und Haavard Solaas Taugböl. Platz drei ging an die Russen Alexander Bolschunow und Gleb Retiwych.

Neue Regeln im Teamsprint

In Dresden kamen zum ersten Mal in diesem Winter die neuen Regeln im Teamsprint zum Einsatz. Demnach qualifizierten sich die ersten vier Duos beider Halbfinals für das Finale, zwei weitere Duos kamen als Lucky Loser über die Zeit weiter. Bisher war die Regel, dass sich nur die ersten beiden Mannschaften direkt qualifizierten und die restlichen Teams über die Zeit ins Finale kamen. Erstmals wurden bei einem Teamevent auch Weltcuppunkte vergeben.