Francesco Friedrich beim IBSF World Cup in Winterberg

Bob | Weltcup in Sigulda

Schwarzer Tag im Zweierbob - Friedrichs Serie endet in Sigulda

Stand: 01.01.2022, 16:42 Uhr

Francesco Friedrich hat beim Weltcup in Sigulda erstmals in dieser Saison und seit über einem Jahr nicht gewonnen. Auch die anderen deutschen Piloten schafften es nicht in auf das Podest.

Die über ein Jahr andauernde Siegesserie von Francesco Friedrich ist vorbei. Beim Weltcup in Sigulda belegte der beste Bobfahrer der Welt im Zweierbob am Neujahrstag mit 0,61 Sekunden Rückstand lediglich den zwölften Platz. Nach zehn Rennen in dieser Saison gab es erstmals einen anderen Sieger: Rostislav Gaitiukevich

Die ersten Meter waren schon entscheidend

"Wir haben heute zwei Mal die Startecke mitgenommen, dann ist es hier auf der Bahn einfach erledigt, dann hat man keine Chance", sagte Friedrich. "Die Fahrt war in Ordnung, das geht aber auch besser und war nicht die Wucht heute. Dann ist das halt mal so und dann wird man durchgereicht."

Doch nicht nur Friedrich blieb weiter hinter seinen Fähigkeiten, das gesamte deutsche Team enttäuschte beim Auftakt in Sigulda. Johannes Lochner war als Sechster (+0,4 Sekunden) der beste Pilot aus dem BSD-Team, Christoph Hafer wurde Zehnter (+0,55 Sekunden).

Nur Lochners Leistung war okay

"Fahrerisch habe ich leider nicht das Potenzial abrufen können, das ich die vergangenen Jahre hier gezeigt habe", sagte Hafer. "Leider habe ich einige kleine Fehler gemacht, und dann ist das bei der Bahn hier extrem, da kann man den Startrückstand auch nicht mehr aufholen. Deswegen ist das sehr schwierig hier."

Lochner war mit seiner Leistung "im Großen und Ganzen schon zufrieden", nachdem er im Training große Probleme hatte. "Nur unten passt es noch gar nicht, da verliere ich noch viel zu viel, und dann ist es klar, dass es nur der sechste Platz wird", sagte der 31-Jährige.

Neben dem Sieger Gaitiukevich schafften es am Samstag Bradley Hall (+0,1 Sekunden) und Benjamin Maier (+0,17 Sekunden) aufs Podest. "Das ist ein Warnschuss für uns, wir haben zu viele Fehler gemacht und dann wird man in so einem Top-Feld bestraft", sagte Bundestrainer René Spies. "Das ist auch eine Warnung für Olympia. Wir müssen sehen, dass wir bei den Spielen alles abrufen und Fehler vermeiden, um am Ende um die Medaillen kämpfen zu können."

Kanadierin de Bruin gewinnt im Monobob ohne Weltelite

 Christine de Bruin aus Canada jubelt nach ihrem Sieg

In Abwesenheit eines Großteils der Weltspitze setzte sich im Monobob der Frauen die Kanadierin Christine de Bruin am Samstag vor Breena Walker aus Australien und der Russin Nadjeschda Sergejewa durch. In 53,77 Sekunden stellte sie im zweiten Lauf einen Bahnrekord auf. Der deutsche Verband hatte diesen Wettbewerb nicht besetzt. Die Olympia-Starterinnen trainieren derzeit in der Heimat.

Quelle: sho

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