Biathlon-Weltcup in Antholz Rees in Biathlon-Verfolgung Vierter - Bö dominiert erneut

Stand: 21.01.2023 17:09 Uhr

Starker vierter Platz für Roman Rees in der Biathlon-Verfolgung von Antholz. Den Sieg holte sich einmal mehr Dominator Johannes Thingnes Bö.

Roman Rees hat bei der 12,5-Kilometer-Verfolgung in Antholz den dritten Weltcup-Podestplatz seiner Karriere verpasst. Beim Tagessieg von Johannes Thingnes Bö wurde der Schwarzwälder am Samstag (21.01.2023) nach einem Schießfehler aber starker Vierter. Auf das Podest fehlten Rees am Ende rund 30 Sekunden.

Bö mit Start-Ziel-Sieg

Ganz oben auf dem Siegerpodest steht einmal mehr Weltcup-Dominator Johannes Thingnes Bö. Nach seinem Erfolg im Sprint von Freitag feierte der 29-Jährige einen Start-Ziel-Sieg - und damit den sechsten Einzelerfolg in Serie, den elften Triumph im 14. Saisonrennen und den vierten Sieg im fünften Verfolgungsrennen der Saison.

Trotz zweier Strafrunden nach je einem Schießfehler stehend erreichte der Weltcup-Spitzenreiter das Ziel mit einem Fabel-Vorsprung von 40,2 Sekunden auf Landsmann Sturla Holm Laegreid, der für einen norwegischen Doppelsieg sorgte. Der Sprint-Dritte kam fehlerfrei durch. Im Kampf um Rang drei setzte sich der Schwede Martin Ponsiluoma (+ 1:02,1 Minuten) trotz zweier Schießfehler liegend mit zwei fehlerfreien Stehendschießen gegen seine Verfolger durch.

Eine Strafrunde im ersten Schießen

Roman Rees war im Sprint am Freitag nur um eine Strafrunde am Podest vorbeigefahren. Und auch in der Verfolgung kam der Schwarzwälder nicht ohne Fehler durch. Gleich im ersten Liegendanschlag musste er auf die 150 Meter lange Extrarunde. Es blieb seine einzige Strafrunde des Nachmittags in Südtirol. Für das Podest war es aber eine Strafrunde zu viel.

Rees: "Kann eins draufsetzen"

Rees, war nach seinem zweiten vierten Rang des Winters nach dem Einzel in Kontiolahti dennoch zufrieden: "Im Rennen waren alle ziemlich darauf bedacht, sich in der Gruppe zu verstecken. Ich habe es aber stehend geschafft, die Null zu bringen. Das war hintenraus ziemlich gut", sagte der Staffel-WM-Zweite von 2019 im ZDF. Zu seiner Leistungssteigerung in diesem Winter sagte er: "Am Schießtand ist es ein Kampf gegen mich. Ich nehme mir die Null vor und weiß, dass ich das kann. Auf der Strecke geht es mir in dieser Saison besser. Ich kann da auch hintenraus immer noch eins draufsetzen und fühle mich körperlich locker. Ich schaffe es immer wieder, mich in den Abfahrten zu überholen Ich fühle mich auch gut."

Doll wird Zehnter

Von den anderen deutschen Startern schaffte es noch Benedikt Doll in die Top 10. Der Schwarzwälder hatte bis zu den Stehendschießen sogar Podestchancen. Doch insgesamt drei Strafrunden warfen Doll auf Platz zehn zurück (+ 2:33,0 Minuten).

Strelow fällt zurück

Justus Strelow, der im Sprint mit fehlerfreiem Auftritt noch auf Platz neun gelaufen war, ließ im Jagdrennen je eine Scheibe stehend stehen und fiel auf Rang 16 zurück (+3:06,1 Minuten). David Zobel konnte sich nach Rang 33 im Sprint mit einer Strafrunde auf Platz 20 verbessern (+ 3:15,5 Minuten). Johannes Kühn musste zwar dreimal in die Strafrunde, damit verbesserte sich der laufstarke Deutsche aber von Platz 54 auf Rang 25. Philipp Nawrath kam nach vier Schießfehlern auf Platz 34.