Biathletinnen Preuß und Herrmann: Olympia-Medaille als "Ansporn"

Zwei mit Ambitionen für Peking: Franziska Preuß (r.) und Denise Herrmann.

Biathlon | Start in Olympia-Saison

Biathletinnen Preuß und Herrmann: Olympia-Medaille als "Ansporn"

Am Samstag starten die deutschen Biathletinnen in die Olympia-Saison. Franziska Preuß und Denise Herrmann sind die großen deutschen Hoffnungen für Peking 2022. Sie verfolgen auf dem Weg dorthin unterschiedliche Strategien.

Ein goldener Sonnenuntergang am Horizont begrüßte Franziska Preuß und Denise Herrmann bei der Ankunft in Östersund. Dort starten die Biathletinnen mit einem Einzel- am Samstag (11.45 Uhr im Sportschau-Liveticker) und einem Sprint-Rennen am Sonntag (11 Uhr im Sportschau-Liveticker) in den Olympia-Winter - mit großen Ambitionen.

Preuß hat eine Rechnung offen bei Olympischen Winterspielen

Natürlich, sagte Preuß dem Sport-Informationsdienst, "ist es mein Ziel, beim Höhepunkt den Schritt aufs Podium zu schaffen. Das ist auch mein Ansporn, meine Motivation." Im Februar soll es in Peking im dritten Versuch bei Olympia endlich mit einer Medaille klappen, in Pyeongchang hatten Preuß vor vier Jahren im Einzel nur wenige Sekunden auf Edelmetall gefehlt.

Die abgelaufene Saison mit insgesamt 19 Top-Ten-Platzierungen stimmt die 27-Jährige jedenfalls positiv. "Der letzte Winter hat mir gut getan", sagt die Oberbayerin, das Selbstvertrauen nehme sie natürlich mit. Aber: "Diese Anspannung bleibt. Es geht wieder bei Null los und ich weiß, dass ich liefern muss."

Herrmann blickt schon auf Peking 2022 - Preuß wartet ab

Zugute kommen Preuß die Hygienemaßnahmen wegen Corona, wie sie sagt. Im vergangenen Winter war sie anders als in der Vergangenheit ohne gesundheitliche Probleme durchgekommen. Da könne man sich "viel Energie sparen".

Den Saisonhöhepunkt in China will Preuß aber noch nicht an sich heranlassen. "Wir haben bis dahin so viele Stationen, ich werde von Woche zu Woche schauen. Alles auf Olympia auszurichten, da bin ich nicht der Typ", betont sie.

Herrmann will die Saison derweil "schon ein bisschen mit Köpfchen angehen". Der vergangene Winter sei sehr kräftezehrend gewesen, deswegen macht die 32-Jährige dieses Jahr "eher einen Kaltstart".

Den Saisonauftakt in Östersund, wo Herrmann 2019 Verfolgungs-Weltmeisterin wurde, sieht die Gesamt-Zehnte der vergangenen Saison trotzdem entspannt. "Ich habe eine gute Basis, mit einem guten Schießen kann ich gute Rennen absolvieren", sagt sie.

Fokus auf eine schnelle Olympia-Qualifikation

Die Rennen im November und Dezember seien sowieso "nur der Weg zum Ziel und Mittel zum Zweck". Um dann im besten Falle im Februar voll da zu sein - und nach Olympia-Bronze mit der Langlauf-Staffel in Sotschi 2014 als nach Susi Erdmann (Rodeln, Bob) erst zweite Deutsche in zwei unterschiedlichen Wintersportarten eine Medaille zu holen.

"Das ist schon ein Thema, das mich motiviert", sagt Herrmann: "Das wäre cool, wenn das klappen könnte. Da werde ich alles daran setzen." Und sie habe ja schon eine Medaille geholt, "wenn man noch gar keine hat, ist der Druck vielleicht noch ein bisschen größer".

Aber jetzt erstmal Östersund. "Jeder träumt davon, sehr zufrieden in die Saison zu starten", sagt Preuß, die sich "möglichst schnell" das Zwischenziel Olympia-Quali (einmal Top-8 oder zweimal Top-15) erfüllen will: "Damit dieses Thema vom Tisch ist."

sid | Stand: 25.11.2021, 13:26

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