Biathlon-Verfolgung Denise Herrmann-Wick siegt in Antholz

Stand: 21.01.2023 15:33 Uhr

Mit einer starken Laufleistung sichert sich Biathletin Denise Herrmann-Wick einen souveränen Sieg im Verfolgungsrennen in Antholz. Hanna Kebinger wurde Zehnte.

Zwei Schießfehler und eine bestechende Laufleistung trugen Herrmann-Wick zu einem souveränen Sieg vor Lisa Vittozzi (+11 Sekunden/ 0 Fehler), die als 13. ins Rennen gegangen war und Elvira Öberg (+17,2/ 2). Hanna Kebinger zeigte ihre beste Karriereleistung und wurde Zehnte.

Als Verfolgerin ins Rennen gestartet

Mit 23 Sekunden Rückstand war Denise Herrmann-Wick in das Rennen gestartet. Eine Sekunde hinter ihr: Teamkollegin Janina Hettich-Walz, die jedoch kurz darauf den Anschluss verlor.

Herrmann-Wick kassierte schnell die Norwegerin Marte Olsbu Røiseland und führte die Verfolgung auf die Spitzengruppe Dorothea Wierer, Elvira Öberg, Anaïs Chevalier-Bouchet an. Alle fünf Athletinnen blieben beim ersten Schießen fehlerfrei.

Entscheidung im letzten Schießen

Eine Leistung, die aus der Spitzengruppe nur Wierer beim zweiten Liegendanschlag wiederholen konnte - der Rest verfehlte je einmal. So ging die Italienerin mit 30 Sekunden Vorsprung in die dritte Runde, den sie allerdings nach ihrem Fehler beim ersten Stehendanschlag wieder einbüßte. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

In das letzten Schießen gingen Herrmann-Wick, Wierer und Olsbu Røiseland zeitgleich. Dort behielt die Deutsche die Nerven, leistete sich als einzige aus dem Spitzentrio nur einen Fehler. Wierer und Olsbu Røiseland vergaben zweimal und wurden von der fehlerfreien Italienerin Vittozzi überholt. Herrmann-Wick ging als Führende in die Schlussrunde und lief auf einen sicheren Sieg beim Weltcup in Antholz zu. Olsbu Røiseland wurde Fünfte hinter Hanna Öberg, Wierer wurde Siebte.

Herrmann-Wick: "Da ging es Frau gegen Frau"

"Es ist immer so geil, hier zu laufen. Die ganze Kulisse, die Bergkulisse: Es war wirklich grandios", sagte Herrmann-Wick nach ihrem Sieg im ZDF: "Beim letzten Schießen war es richtig cool. Da ging es Frau gegen Frau, da musste ich richtig bei mir bleiben." Für die 34-Jährige war es nach dem Sprint in Hochfilzen der zweite Weltcupsieg der Saison und der zehnte ihrer Karriere.

Hanna Kebinger wurde mit einer guten Schießleistung und nur einer Strafrunde Zehnte - ihr bestes Weltcup-Ergebnis. "Einfach nur cool, ich freue mich wahnsinnig. Ich wollte einfach nur Spaß haben bei den Rennen und schauen, wo es hingeht", so Kebinger. Hettich-Walz landete mit vier Fehlschüßen auf Platz 12. Sophia Schneider als 21., Vanessa Voigt (25.) und Franziska Preuß (34.) verpassten die Top 20.

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