Yannick Noah - der Tennis-Entertainer wird 60

Yannick Noah - der Tennis-Entertainer wird 60

Er war eine der schillerndsten Persönlichkeiten im Tenniszirkus und blieb auch nach seiner aktiven Karriere ein Paradiesvogel. Heute feiert der Franzose Yannick Noah seinen 60. Geburtstag.

Yannick Noah 2010 bei einem Tennisturnier in Paris

Die Rasta-Locken waren sein Markenzeichen: Frankreichs Tennis-Legende Yannick Noah wird am Montag (18.05.2020) 60 Jahre alt. In seiner aktiven Karriere feierte er 23 Turniersiege. Doch nicht nur die haben den Mann mit kamerunischen Wurzeln berühmt gemacht.

Die Rasta-Locken waren sein Markenzeichen: Frankreichs Tennis-Legende Yannick Noah wird am Montag (18.05.2020) 60 Jahre alt. In seiner aktiven Karriere feierte er 23 Turniersiege. Doch nicht nur die haben den Mann mit kamerunischen Wurzeln berühmt gemacht.

Unsterblich bei seinen Landsleuten machte sich Noah 1983 mit dem Gewinn der French Open im Finale gegen Mats Wilander. Es war der erste Sieg eines Franzosen beim "Heimturnier" seit 1946. Noahs beste Platzierung in der ATP-Weltrangliste war 1986, als er auf dem dritten Rang stand.

Mit seinem langjährigen Doppelpartner Henri Leconte blieb Noah auch noch bei vielen Showturnieren verbunden. 1984 hatten die beiden die French Open im Doppel gewonnen.

Auch im Davis Cup sorgte Yannick Noah für Furore. Als Kapitän der französischen Mannschaft gewann er das Turnier 1991, 1996 und 2017.

Seinem Ruf als Paradiesvogel machte Noah nicht nur auf dem Tennisplatz alle Ehre. "Ich habe mehr Konzerte als Tennismatches gespielt", sagte er einmal. Tatsächlich hat er auch als Musiker eine steile Karriere hingelegt. Mehrere Alben von ihm erreichten Platinstatus. Sein wohl bekanntestes Chanson trägt den Titel "Aux arbres citoyens".

Auch im Nachtleben gab Noah eine gute Figur ab wie hier 1983 an der Seite der französischen Sängerin Dalida bei der Feier zum 15-jährigen Bestehen des Pariser Nachtclubs "Alcazar".

Insgesamt fünf Kinder hat der Tennisstar. Sein bekanntestes ist wohl NBA-Basketball-Profi Joakim Noah.

Von seinem 2017 verstorbenen Vater Zacharie, auf dem Bild zu sehen mit Noahs Tochter Yelena, hat der ehemalige Tennisprofi die Liebe zum Fußball geerbt. Während der Vater Profifußballer war, beriet Yannick nach seiner Tenniskarriere die kamerunische Nationalmannschaft und den französischen Fußball-Erstligisten Paris St. Germain.

In Sachen Beliebtheit kann es niemand in Frankreich mit Noah aufnehmen. 2005 startete die französische Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche" eine Umfrage. Ergebnis: Noah war der beliebteste Franzose. Und bei einer Umfrage des Ifop-Instituts 2010 wurde Noah zum fünften Mal in Folge zur beliebtesten Persönlichkeit Frankreichs gekürt und ließ damit Berühmtheiten wie Regisseur Dany Boon und Fußballstar Zinédine Zidane hinter sich.

Noahs Erfolge als Tennisspieler wurden 2005 besonders gewürdigt, als er in die "Hall of fame" aufgenommen wurde. Für sein Leben als "Gesamtkunstwerk" gibt es zwar keine Auszeichnung, dafür aber weltweite Anerkennung und Zuneigung.

Stand: 18.05.2020, 09:32 Uhr

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