Zverev kämpft sich mit viel Mühe in die dritte Runde der French Open

Alexander Zverev spielt eine Rückhand

Grand Slam in Paris, 2. Runde

Zverev kämpft sich mit viel Mühe in die dritte Runde der French Open

Alexander Zverev hat bei den French Open nur mit sehr viel Mühe die dritte Runde erreicht. Der Deutsche rang den Franzosen Pierre-Hugues Herbert in fünf Sätzen mit 2:6, 6:4, 7:6 (7:5), 4:6, 6:4 nieder.

Zverev benötigte 3:59 Stunden und erreichte damit als erster Deutscher die dritte Runde. Dort trifft er am Freitag auf den Italiener Marco Cecchinato.

"Pierre ist für mich einer der härtesten Gegner überhaupt, ich finde gegen ihn keinen Rhythmus", sagte Zverev: "Heute war ich weit weg von meinem besten Tennis. Aber bei Grand Slams muss man sich manchmal durch solche Matches kämpfen." Vor dem deutschen Zweitrunden-Duell zwischen Jan-Lennard Struff und Qualifikant Daniel Altmaier ist Zverev bislang der einzige von fünf gestarteten deutschen Herren in der dritten Runde.

French Open - Zverev bezwingt Herbert mit viel Mühe

Sportschau 30.09.2020 01:13 Min. Verfügbar bis 30.09.2021 ARD Von Guido Ringel

Koepfer verpasst Weiterkommen

Dominik Koepfer hatte zuvor die dritte Runde verpasst. Der 26-Jährige unterlag dem Schweizer Stan Wawrinka trotz eines Satzgewinns letztlich chancenlos mit 3:6, 2:6, 6:3, 1:6.

Dominik Koepfer ärgert sich im Spiel gegen Stan Wawrinka

Koepfer, in der Weltrangliste zuletzt auf Rang 61 geklettert, hatte sich vor dem Duell auf dem Court Suzanne Lenglen etwas ausgerechnet: "Ich fühle mich gut und gehe mit viel Selbstvertrauen in die Partie." Und dies zeigte er auch im ersten Satz, besaß mehrere Breakbälle. Doch unter Druck spielte der 35 Jahre alte Wawrinka fehlerlos und gewann den ersten Durchgang.

Dann verlor die deutsche Nummer drei den Faden, und Wawrinka, der 2015 in Paris gewonnen und in diesem Jahr den Briten Andy Murray sicher zum Auftakt geschlagen hatte, zog weiter an. Im dritten Satz hielt Koepfer lange mit, ging mit seinem ersten Break des Matches 5:3 in Führung und schöpfte nach dem Satzgewinn neue Hoffnung. Doch dann fand Wawrinka wieder zu seinem Spiel der ersten beiden Sätze zurück und verwandelte nach 2:08 Stunden seinen dritten Matchball.

Nadal ohne Mühe

Rekordsieger Rafael Nadal ist dagegen in die dritte Runde gestürmt. Der zwölfmalige Paris-Champion ließ dem US-Amerikaner Mackenzie McDonald nicht den Hauch einer Chance, nach nur 1:40 Stunden war das 6:1, 6:0, 6:3 perfekt.

Nur etwas mehr Mühe hatte US-Open-Sieger Dominic Thiem bei seinem Einzug in die dritte Runde. Der Österreicher, der in den vergangenen beiden Jahren in Paris jeweils erst im Finale an Nadal gescheitert war, bezwang den US-Amerikaner Jack Sock 6:1, 6:3, 7:6 (8:6).

Halep souverän, Asarenka raus

Topfavoritin Simona Halep hat ebenfalls die dritte Runde erreicht. Die Rumänin hatte gegen Landsfrau Irina-Camelia Begu keine Mühe und gewann 6:3, 6:4. Da die Titelverteidigerin und Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Australien) auf die French Open verzichtet hatte, ist Halep an Position eins gesetzt und die heißeste Anwärterin auf den Titel.

Wiktoria Asarenka (Belarus) flog gegen die Slowakin Anna Karolina Schmiedlova überraschend klar mit 2:6, 2:6 aus dem Turnier.

Serena Williams scheidet verletzungsbedingt aus

Serena Williams trat unterdessen nicht zu ihrem Zweitrunden-Spiel gegen die Bulgarin Zwetana Pironkowa an. Die 23-malige Grand-Slam-Turnier-Siegerin zog sich kurz vor der Partie wegen Achillessehnenproblemen aus dem Turnier zurück. Damit platzte auch der Traum der 39 Jahre alten Amerikanerin, nach Grand-Slam-Titeln mit der Australierin Margaret Court gleichzuziehen. Williams hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen.

"Ich hatte große Schwierigkeiten zu laufen", sagte die langjährige Nummer eins. "Ich wollte es wirklich versuchen, aber ich denke, wenn ich nicht richtig laufen kann, dann ist es ein Zeichen, dass ich pausieren sollte."

Williams hatte bereits bei den US Open in New York, bei denen sie im Halbfinale an Viktoria Asarenka aus Belarus gescheitert war, Schmerzen an der Achillessehne verspürt. "Ich denke, die zwei Wochen zwischen beiden Turnieren waren einfach nicht genug, damit es komplett verschwindet."

Rekordjagd verschoben

Bei den Australian Open in Melbourne im Januar 2021 will Williams einen neuen Anlauf nehmen - sofern das Turnier in Zeiten von Corona stattfindet. Dass sie selbst daran teilnehmen will, stand für die Amerikanerin am Mittwoch außer Frage. "Meinem Körper geht es insgesamt sehr gut. Es ist eine akute Verletzung, keine latente. Das macht mir Mut."

Die Amerikanerin will sich nun vier bis sechs Wochen zur Erholung geben, was bedeutet, dass die Corona-Saison 2020 für sie beendet ist. Zumal der Turnierkalender der WTA anders als bei den Herren eh nicht mehr viel hergibt.

French Open - Die Blase hat ein Loch

Sportschau 29.09.2020 02:12 Min. Verfügbar bis 29.09.2021 ARD Von Steffen Gaa

red, sid, dpa | Stand: 30.09.2020, 20:39

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