Naomi Osaka steigert sich zum US-Open-Triumph

Siegerin bei den US Open: Naomi Osaka

Finale der US Open

Naomi Osaka steigert sich zum US-Open-Triumph

Die Japanerin Naomi Osaka (22) hat zum zweiten Mal die US Open gewonnen. Nach ihrem Sieg vor zwei Jahren setzte sich Osaka nun nach einer Leistungssteigerung gegen die Belarussin Viktoria Asarenka durch.

Nach ihrem zweiten US-Open-Titel legte sich Naomi Osaka im fast leeren Arthur-Ashe-Stadium erst einmal lange auf den Rücken. "Ich habe immer darüber nachgedacht, wenn ich früher gesehen habe, wie die großen Spieler auf den Boden sanken und in den Himmel geschaut haben. Ich wollte immer schon sehen, was sie gesehen haben", sagte die 22 Jahre alte japanische Tennisspielerin am Samstag nach ihrem Triumph.

Die Siegerin von 2018 setzte sich im Finale von New York gegen die Belarussin Viktoria Asarenka mit 1:6, 6:3, 6:3 durch. Für die frühere Weltranglistenerste Osaka ist es der dritte Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. Asarenka verpasste indes ihren dritten Titel nach den Australian Open 2012 und 2013.

Fehlstart stark korrigiert

Osaka war zunächst anderthalb Sätze lang fast gar nichts gelungen. Verkrampft und gehemmt unterliefen ihr exrem viele unerzwungene Fehler, Asarenka dominierte nach Belieben. Doch als die Japanerin schon wie die sichere Verliererin aussah, korrigierte sie ihren Fehlstart beeindruckend.

Sie drehte den zweiten Durchgang noch nach 1:3-Rückstand und behielt schließlich auch im dritten Satz die Nerven. Asarenka bewegte sich nun ihrerseits nicht mehr so gut und hatte am Ende dem druckvollen Spiel Osakas nichts mehr entgegenzusetzen.

"Muss es nochmal versuchen"

"Es war ein hartes Match für mich. Ich habe irgendwann gedacht, es wäre peinlich, wenn ich in unter einer Stunde verliere", sagte Osaka nach Grand-Slam-Titel Nummer drei. "Es war wirklich ein unglaublicher Moment. Ich bin froh, dass ich es getan habe", sagte Osaka über ihren Augenblick des Innehaltens auf dem Rücken liegend.

"Schade, es war ein tolles Match, ich muss es dann wohl noch einmal versuchen", sagte Asarenka sportlich fair nach ihrer Niederlage. "Naomi, du hast es verdient und richtig gut gespielt." Osaka meinte: "Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich es besser machen muss als am Beginn des Spiels." Das gelang ihr ausgesprochen gut.

Sieben verschiedene Masken mit Namen

Für große Aufmerksamkeit sorgte vor allem in den sozialen Netzwerken ihre schlagfertige Reaktion auf eine Frage im Siegerinterview auf dem Platz. "Sie hatten sieben Masken für sieben Matches mit sieben unterschiedlichen Namen dabei. Welche Botschaft wollten Sie damit zum Ausdruck bringen?", wurde Osaka gefragt. Und entgegnete dem Reporter: "Nun, welche Botschaft ist denn bei Ihnen angekommen?"

sid/dpa | Stand: 13.09.2020, 09:10

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