SSC Palmberg Schwerin: Mit fünf "Neuen" zurück zu alter Stärke?

Volleyball

SSC Palmberg Schwerin: Mit fünf "Neuen" zurück zu alter Stärke?

Von Clemens Paulsen

Die Volleyball-Frauen des SSC Palmberg Schwerin sind am Abend in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Mit einer im Vergleich zur vergangenen Spielzeit stark veränderten Mannschaft ist das Saisonziel trotzdem ambitioniert: Titel sollen her! Wie realistisch ist das?

Fast hätte es mit dem ersten Titel schon am vergangenen Sonnabend geklappt. In einem dramatischen Supercup-Finale unterlag der SSC dem Dauerrivalen aus Dresden knapp mit 2:3-Sätzen. Was also ist tatsächlich drin, was ist möglich in dieser Saison? "Gute Frage, ich bin mir da nicht ganz sicher", sagt die neue Kapitänin Femke Stoltenborg. "Im Supercup aber hat man schon gesehen, wie nah wir an Dresden dran sind."

Für die 244-malige holländische Nationalspielerin hat der SSC ein "Riesenpotenzial". "Ich hoffe, das reicht aus, um Titel zu holen." Der wichtigste wäre sicherlich die Deutsche Meisterschaft. Jetzt aber kommen die üblichen Verdächtigen ins Spiel, denn gleich mehrere Teams sind scharf auf die Schale.

SSC gehört zum erweiterten Meisterschafts-Favoritenkreis

Favoriten sind sicherlich der amtierende deutsche Meister, der Dresdner SC, und das Top-Team vom MTV Stuttgart. Zum erweiterten Kreis der Titelanwärter gehören dann der SC Potsdam und der SSC Schwerin. Zwölf Spielerinnen umfasst der neue Kader, fünf von ihnen sind neu beim SSC, so zum Beispiel die beiden US-Amerikanerinnen Lindsey Ruddins im Außenangriff und Symone Speech im Mittelblock. Das Durchschnittsalter liegt bei knapp unter 23 Jahren - ein so junges Team hat der SSC im Grunde genommen noch nie auf Titeljagd geschickt.

"Es geht um Qualität - und die haben wir"

"Es geht nicht ums Alter, sondern um Qualität. Und die haben wir", sagt SSC-Trainer Felix Koslowski. "Wir sind ein physisches Team, haben eine große körperliche Präsenz und einen guten Angriff. Das müssen wir jetzt Stück für Stück aufs Feld bringen." Zu den Erfahrenen in der Mannschaft von Koslowski gehört zweifelsohne Stoltenborg. 244 Mal schlug sie für die holländische Nationalmannschaft auf, sie hat für mehrere Clubs im Ausland gespielt.

Femke Stoltenborg als neue Kapitänin

Den SSC jetzt als neue Kapitänin anzuführen, hat für die Zuspielerin eine große Bedeutung. "Ich kann der Mannschaft sicherlich helfen. Toll ist, dass ich alles verstehe, so zum Beispiel, was in der Umkleide gesprochen wird. Zudem kann ich mit dem Schiedsrichter kommunizieren. Das war bei meinen Auslandsstationen eher nicht der Fall."

Stoltenborg fühlt sich rundum wohl in Schwerin. Dabei geht es nicht nur um Volleyball. "Die Stadt ist toll und die Leute hier alle sehr nett. Ich freue mich wirklich, dass ich jetzt hier beim SSC meine zweite Saison spielen kann." Hoffentlich mit einem erfolgreichen Auftakt. Erster Gegner in eigener Halle ist heute um 18.30 Uhr der SC Potsdam.

Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Radio MV | Sport kompakt | 05.10.2021 | 16:30 Uhr

NDR | Stand: 06.10.2021, 18:54

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