Co-Trainer Faruk Feray gibt Anweisungen an seine Spielerinnen.

Champions League Stuttgarter Volleyballerinnen vor schwieriger Aufgabe in Novara

Stand: 21.03.2023 16:18 Uhr

Der Allianz MTV Stuttgart steht im Viertelfinal-Rückspiel der CEV-Champions League nach der 3:1 Niederlage aus dem Hinspiel vor einer schwierigen Aufgabe.

Die bisher erfolgreichste Champions-League-Saison der Geschichte des Allianz MTV Stuttgart könnte bereits am Mittwochabend schon zu Ende sein. Um 20:00 Uhr steht das Rückspiel in der CEV Champions League gegen Igor Gorgonzola Novara an, die sich nach dem Sieg aus dem Hinspiel in der klaren Favoritenrolle befinden.

Aufgeben gibt es nicht

Vergangene Woche mussten sich die Stuttgarterinnen nach einer überzeugenden Leistung gegen ein überlegenes Novara mit 1:3 Sätzen (25:21, 16:25, 21:25, 23:25) geschlagen geben. Es ist somit keine ideale Ausganssituation, mit der das Team am Dienstagmittag in Italien anreist. Grund schon vor dem Spiel aufzugeben, gibt es für die Tabellenführerinnen der Bundesliga trotzdem nicht. "Natürlich hatten wir uns eine bessere Ausgangslage erhofft, als das 3:1 aus dem Hinspiel", meint die Außenangreiferin Luisa Keller im Gespräch mit SWR Sport: "Aber wir haben gesehen, dass wir noch Potenzial haben besser zu spielen."

Mut aus dem Hinspiel ziehen

Dass sich die Schwäbinnen nicht verstecken müssen, haben sie bereits im Hinspiel gezeigt. Über vier Sätze konnte man mit dem haushohen Favoriten aus dem Piemont gut mithalten. Mit einem zwischenzeitlichen 18:16 im letzten Satz wäre der 2:2 Ausgleich und so mit einem Heimsieg die Sensation noch möglich gewesen. Es habe nur an Details gefehlt, meinte der Co-Trainer Faruk Feray nach dem Spiel in den Stuttgarter Nachrichten. Der 29-Jährige, der aktuell den an Krebs erkrankten Trainer Tore Aleksandersen vertritt, wird auch bei diesem Spiel seine Spielerinnen von der Seitenlinie aus unterstützen.

Ein Weiterkommen noch möglich

Was im Hinspiel nicht geklappt hat, ist aber im zweiten Aufeinandertreffen noch möglich. Im Falle eines 3:1 oder 3:0 Auswärtserfolgs könnten die Schwäbinnen noch über das Golden Set (vergleichbar mit einem Tie-Break im Tennis), welches über 15 Punkte geht, die Sensation erzielen und ins Halbfinale einziehen. Dafür habe man den Gegner intensiv per Video analysiert. "Deswegen fliegen wir mit einem guten Gefühl nach Novara um dort unser bestes Volleyball zu spielen und hoffentlich das zweite Spiel zu gewinnen", erklärt Keller.

MTV mit Sieg in der Liga im Rücken

Das gute Gefühl ist sicherlich auch der guten Leistung in der Volleyball-Bundesliga geschuldet. Am vergangenen Spieltag hat man die Ladies in Black Aachen souverän 3:0 auswärts besiegt. Damit führen die Stuttgarterinnen ihre Siegesserie mit 14 Siegen in Folge fort. "Natürlich ist es der Idealfall mit einem Sieg im Rücken in so ein Spiel zu gehen", meint Keller.

Champions League macht immer Spaß

Die Chancen für den Halbfinaleinzug sind zwar gering, trotzdem lassen sich die Stuttgarterinnen die Laune deshalb nicht vermiesen. "Die Stimmung im Team ist gut. Wir freuen uns, egal was passiert, auf ein cooles Spiel. Auf hoffentlich eine gute Stimmung und eine gute Atmosphäre in Novara. Ich denke ein paar Fans von hier kommen auch mit. Auf so einer Bühne, wie der Champions League, zu spielen macht grundsätzlich immer Spaß", blickt MTV-Spielerin Marie Schölzel voraus.