Der neue Ulmer Center Bruno Caboclo zeigte gegen Würzburg eine starke zweite Halbzeit und erzielte insgesamt 20 Punkte.

Basketball | ratiopharm Ulm Ratiopharm Ulm verliert gegen Würzburg Baskets

Stand: 14.01.2023 20:54 Uhr

Ein Sieg wäre so wichtig gewesen. Doch am Ende reichte eine starke Aufholjagd nach einer zum Teil desaströsen ersten Halbzeit nicht, um gute Würzburger zu schlagen. Ulm verliert 84:91.

Die Szene 56 Sekunden vor Schluss war vielleicht symptomatisch für das Ulmer Spiel in der heimischen Arena am Samstagabend. Beim Stand von 76:80 ein Fehlpass von Thomas Klepeisz in die Arme seines Gegenspielers, ein unsportliches Foul, zwei Freiwürfe für die Gäste. Die erhöhen auf 76:82 und sorgen damit für die Vorentscheidung.

Elf Ballverluste in erster Halbzeit bei ratiopharm Ulm

Vor 5.300 Zuschauern waren aus Ulmer Sicht zunächst nur die ersten zwei Minuten gut, mit fünf Punkten von Karim Jallow zur 5:2-Führung. Danach häuften sich die Ballverluste (elf bei Ulm in der ersten Halbzeit, nur zwei bei Würzburg). Immer wieder ließen sich die ratiopharm-Korbjäger im direkten Duell mit ihrem Gegenspieler schlagen. Die Verteidigung hatte Lücken. Im Angriff machte sich Verunsicherung breit. Vor allem Karim Jallow kämpfte mit vollem Einsatz gegen den Ulmer Abwärtstrend, doch nach dem ersten Viertel lag man bereits 13:29 zurück.

Der neue Ulmer Center Bruno Caboclo zeigte gegen Würzburg eine starke zweite Halbzeit und erzielte insgesamt 20 Punkte.

Der neue Ulmer Center Bruno Caboclo zeigte gegen Würzburg eine starke zweite Halbzeit und erzielte insgesamt 20 Punkte.

Im zweiten Viertel wuchs der Rückstand gar auf 20 Punkte an (19:39). Erst danach wurde es etwas besser. Ein Dreier von Nunez sorgte für den 36:49-Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte war immerhin das Bemühen auf Ulmer Seite, es besser machen zu wollen, deutlich erkennbar. Und manchmal waren sehenswerte Abschlüsse da. Immer häufiger gelang es, den neuen Centerspieler Bruno Caboclo in Szene zu setzen. Der Brasilianer wurde in seinem ersten Bundesligaspiel am Ende sogar Ulmer Topscorer mit 20 Punkten. Nach drei Vierteln hieß es 59:68.

Thomas Kleipeisz erst Held, dann tragische Figur

Die Aufholjagd gewann an Fahrt, Ulm spielte jetzt energischer und konzentrierter. Dreieinhalb Minuten vor Schluss feierten die Fans Thomas Kleipeisz, als er einen Distanzwurf trotz Foul traf und den anschließenden Bonusfreiwurf verwandelte. Kurz darauf betrug der Rückstand nur noch zwei Zähler (74:76). Doch die Ulmer bekamen den Würzburger Stanley Whittaker (21 Punkte) nicht in den Griff und in der Schlussphase kamen die Fehler zurück.

Mit einem Sieg in einem wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoffs wurde es nichts mehr. Dafür war die Ulmer Leistung zu schwankend und in der Abwehr zu schwach.