Dirk Schuster

Fußball | 2. Bundesliga FCK winkt gegen Paderborn die Tabellenführung

Stand: 11.08.2022 16:59 Uhr

Der 1. FC Kaiserslautern könnte mit einem starken Spiel gegen Paderborn zumindest über Nacht an die Tabellenspitze springen. Trainer Dirk Schuster aber will davon nichts hören – und spricht gar über den Abstieg.

Die Saison in der 2. Bundesliga ist gerade einmal wenige Spieltage alt, da spricht FCK-Trainer Dirk Schuster schon über einen möglichen Abstieg. "Selbst wenn wir das Spiel gewinnen sollten, haben wir erst zehn Punkte. Und mit zehn Punkten steigt man immer noch ab", sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den SC Paderborn am Freitag (18.30 Uhr/ Spielbericht ab 22.30 Uhr Sportschau 2. Liga in One). Denn wenn der FCK da punktet, winkt – wenn auch vermutlich nur auf Zeit – die Tabellenführung. "Makulatur", so Schuster. "Wir haben dann auch immer noch einen weiten Weg vor uns."

"Kritische Worte angebracht"

Der Weg in dieser Saison ist nicht nur auch Schusters Sicht noch lang – und dass, obwohl der Aufsteiger nach drei Spielen schon sieben Punkte auf dem Konto hat. "Das hätte uns so vielleicht auch nicht jeder zugetraut", so der Coach. "Das ist aller Ehren wert." Und doch spart Schuster nicht an Kritik – und ist davon überzeugt, dass sein Team die gerade in der aktuell erfolgreichen Phase braucht.

So habe er etwa nach dem Spiel gegen St. Pauli das bisweilen "schlampige" Offensivspiel angesprochen. "Die kritischen Worte waren mehr als angebracht", glaubt er. "Auch, um alle zu sensibilisieren." Schuster wählt seine Worte mit Bedacht, spricht vor dem Spiel gegen Paderborn nicht nur mit der Presse, sondern auch für die Fans. Er appelliert an den Support, aber mahnt auch. "Man gerät leicht in Versuchung, so einen Gegner als schlagbar zu sehen. Das ist nicht der Fall."

Kein Beton und kein Bus

Paderborn gilt aus Sicht des FCK-Trainers viel zu oft als Underdog in der Liga – und im Auftaktprogramm von Kaiserslautern als leichtester Gegner. "Aber, wer die Spiele gesehen hat, weiß, dass sie ein gewaltiges Offensivpotenzial haben." Potenzial, das auf dem Betzenberg nicht in Paderborner Spektakel ausufern soll. "Sie haben viel Tempo, sind sehr flexibel nach vorne", so Schuster. "Aber wir zeigen der Mannschaft, wie sie dem Gegner weh tun kann."

Taktisch solle das vor allem in der Defensive nicht ins "Beton anrühren" abrutschen. "Wir werden auch keinen Bus ins Tor stellen." Das werden die Fans gern hören, der Busfahrer auch. Verzichten muss Schuster gegen Paderborn auf Ben Zolinski und Angelos Stavridis. Nach dem Spiel wünscht sich der Coach vor allem Eines: "Wir wollen wieder ein geiles Gefühl haben, den nächsten Schritt gehen – aber mehr ist es dann auch nicht."