Jean Zimmer

Vor dem Rückrundenstart FCK-Kapitän Jean Zimmer: "Wir sollten demütig bleiben"

Stand: 23.01.2023 15:53 Uhr

Am kommenden Samstag startet der 1.FC Kaiserslautern auswärts bei Hannover 96 ins Fußballjahr 2023. Die Euphorie rund um den Betzenberg ist riesig. Kapitän Jean Zimmer dämpft ein wenig die großen Erwartungen.

Eine Woche nach der Bundesliga beginnt auch wieder die 2.Liga. Rückrundenstart auch für den 1.FC Kaiserslautern. Auswärts bei Hannover 96 geht es für den FCK los, unterstützt wird das Team wieder einmal von tausenden von Fans, die die Mannschaft in der niedersächsischen Landeshauptstadt anfeuern werden.

Platz vier nach der Hinrunde

Am vergangenen Samstag bekam der 1.FC Kaiserslautern den Titel "Mannschaft des Jahres 2022" verliehen. Bei der Publikumswahl, organisiert und durchgeführt durch den Landesportbund Rheinland-Pfalz, landete der FCK ganz vorne. Irgendwie klar, nach dem furiosen Jahr 2022: Aufstieg aus der 3. Liga und eine famose Hinrunde in der 2. Liga - das sind ausreichend Gründe diesen Titel verdient in die Pfalz zu holen.

Im Rahmen der Preisverleihung in der Mainzer Arena hat Jean Zimmer im SWR-Interview ein wenig auf die Euphoriebremse getreten. Auf die Frage, ob der direkte Durchmarsch in die Bundesliga, ein erneuter Aufstieg also, realistisch sei, reagierte der FCK-Kapitän fast schon ein bisschen genervt: "Ich glaube, dass für uns als Verein und auch für jeden Fan da ein bisschen Demut geboten ist", sagte Zimmer. "Wenn wir die Hinrunde, die einzelnen Spiele, betrachten, dann haben wir doch sehr viele Partien sehr knapp gewonnen und auch mit Glück den Lucky Punch gesetzt. Es war nicht so, dass wir da durch die Liga spaziert sind". Zimmer meint aber auch, dass die Mannschaft "in der Lage ist, die Situation durchaus realistisch einzuschätzen".

Jean Zimmer: "Wir sollten Demut zeigen"

Platz vier nach der Hinrunde mit 29 Punkten, da fängt der ein oder andere FCK-Fan möglicherweise schon zu träumen an, dass die Gegner nächste Saison eben nicht mehr Rostock oder Fürth heißen, sondern wieder München oder Dortmund.

Andreas Luthe: "Die 3.Liga hat strukturell wehgetan"

Ob der FCK sportlich schon wieder so weit ist, in der Bundesliga mitzuspielen, ist das eine. Der Verein, die Infrastruktur, die professionellen Gegebenheiten sind laut Torhüter Andreas Luthe aber noch gar nicht erstligareif: "Aus meiner Sicht wird das auch noch eine ganze Weile dauern", meint Luthe im SWR-Interview. "Die ganzen Jahre in der 3.Liga haben strukturell wehgetan". Luthe kann das sicherlich beurteilen, denn er kennt die Voraussetzungen für Bundesliga-Fußball, untern anderem aus seiner Zeit bei Union Berlin. "Die Basis ist da, wenn wir die Mannschaft zusammenhalten können, dann können wir in ein paar Jahren über den Aufstieg reden", so der FCK-Keeper weiter.

Andreas Luthe: "Die 3.Liga hat strukturell wehgetan"

Die Lauterer Profis mahnen also zur Zurückhaltung. Sollte es aber für das Team von Trainer Dirk Schuster in der Rückrunde so gut laufen wie im ersten Saisonabschnitt und der FCK tatsächlich den Aufstieg packen, dann würde der Betze beben wie in alten Zeiten. Und das Thema Demut hätte sich erst einmal erledigt.