Maodo Lo

Noch ein Sieg bis zum BBL-Titel Alba Berlin gewinnt zweites Finalspiel beim FC Bayern souverän

Stand: 14.06.2022 21:08 Uhr

Alba Berlin hat auch das zweite Spiel der Finalserie souverän gewonnen. Beim unkonzentrierten und teilweise hilflosen FC Bayern präsentierten sich die Berliner Basketballer titelreifer. Am Freitag könnte das Team um Maodo Lo das Titelrennen entscheiden.

Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat auch das zweite Spiel der Finalserie für sich entschieden. Beim FC Bayern München setzte sich der Titelverteidiger am Dienstag auswärts mit 71:58 (38:26) durch. In der Best-of-five-Serie führen die Berliner nun mit 2:0. Topscorer der Berliner waren mit je 13 Punkten Jaleen Smith und Maodo Lo.

Albas Geschäftsführer Marco Baldi (imago images/O.Behrendt)
"Das kommt mir schon ein bisschen merkwürdig vor"

Alba Berlin hat das erste Finalspiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft für sich entschieden. Trotzdem warnt Geschäftsführer Marco Baldi vor dem zweiten Spiel bei Bayern München. Und wundert sich.mehr

München hat Alba wenig entgegenzusetzen

Von Beginn an war Alba die konzentriertere Mannschaft, war aktiver in der Rebound-Arbeit, ließ allerdings bei den eigenen Offensivabschlüssen die Konzentration vermissen. 18:16 hieß es zum Ende des ersten Viertels.

 
Das zweite Viertel war zunächst geprägt von einer schwachen Wurfquote und wiederum straffer Verteidigungsarbeit auf beiden Seiten. Beim Stand von 20:18 für die Berliner kurz nach Viertelbeginn dauerte es mehr als zwei Minuten bis eines der Teams wieder einen Punkt erzielte. Oscar da Silva war es, der aus der Halbdistanz einen Zweipunkteversuch verwandelte und damit den Auftakt machte für einen zwischenzeitlichen 6:0-Lauf seiner Berliner.

 
Münchens Coach Andrea Trinchieri nahm daraufhin eine Auszeit, in der er seine Spieler lautstark zu mehr Konzentration ermunterte. Doch der zunehmenden Treffsicherheit des amtierenden Meisters konnten die Hausherren in dieser Phase nur wenig entgegensetzen, zur Pausensirene führten die Berliner bereits mit zwölf Punkten.

Louis Olinde, Profi von Alba Berlin, steigt im ersten Finalspiel gegen den FC Bayern München am 10.06.2022 in der Mercedes-Benz-Arena zum Dunk hoch (Quelle: imago images / Tilo Wiedensohler).
Alles eine Frage des Chillens

Eine Woche hatte Alba Berlin vor dem Finale gegen Bayern spielfrei, die Münchner hingegen mussten noch 48 Stunden zuvor Schwerstarbeit im Halbfinale verrichten. Am Ende gewann Alba das erste Spiel am Freitag mit 86:73 - aber so klar war es nicht. Von Sebastian Schneidermehr

Nur 26 Punkte für die Hausherren in der ersten Hälfte

Durchaus bemerkenswert war, dass die Mannschaft des FC Bayern vor heimischem Publikum zur Halbzeit lediglich 26 Punkte vorweisen konnte – und damit zum Start in den zweiten Durchgang bereits mit dem Rücken zur Wand stand.
 
Doch Alba Berlin legte nun erst richtig los. Während die Spieler von Coach Israel Gonzalez in der Offensive fast alles trafen, präsentierten sich die Münchner in ihren Offensivbemühungen zunehmend hilflos. Symptomatisch war diese Szene: Kurz vor Ablauf der 24-Sekunden-Uhr drückte Berlins Aufbauspieler Tamir Blatt aus vollem Lauf hinter der Dreierlinie ab – der Ball prallte ans Brett und fiel trotzdem in den Korb. Im Gegenzug versuchte sich Bayerns Nihad Djedovic beim Korbleger, der allerdings von Christ Koumadje hart weggeblockt wurde.

 
Auch im Schlussabschnitt ließen abgeklärte Berliner die Münchener nicht mehr wirklich herankommen, entschieden das Spiel mit 71:58 für sich und führen die Finalserie nun mit 2:0 an.

 
Das dritte und möglicherweise entscheidende Spiel findet am Freitag (19 Uhr) in Berlin statt.

Sendung: rbb24 Inforadio, 14.06.2022, 21:15 Uhr