Torschütze Marc-Philipp Zimmermann 33, Zwickau, Torjubel.

Fußball | Regionalliga Beißt Zwickaus "Snake" Zimmermann auch gegen Babelsberg zu?

Stand: 20.02.2024 08:43 Uhr

Nach dem furiosen Erfolg gegen Rot-Weiß Erfurt will der FSV Zwickau seinen Höhenflug beim SV Babelsberg fortsetzen. Trainer Rico Schmitt baut einmal mehr auf die Qualitäten seines Toptorjägers.

Drei Siege mit zehn Toren und nur einem Gegentreffer: Der FSV Zwickau scheint im neuen Jahr unter Rico Schmitt endgültig zu seinem Fußball gefunden zu haben. Das jüngste 5:0 gegen Rot-Weiß Erfurt war nicht weniger als ein Ausrufezeichen, mit dem sich die Westsachsen vorerst der größten Abstiegssorgen entledigt haben.

Zwickau hat sein Spiel gefunden

Ein "überwältigendes Ergebnis", befand auch Schmitt nach dem Erfolg gegen RWE und lobte die Entwickung seiner Mannschaft. "Die Tore zeigen, was sich hier entwickelt hat. In der Hinrunde hatten wir auch unsere Chancen, haben sie aber nicht verwertet. Jetzt sind wir vor allem im Umschaltspiel deutlich besser geworden." Nicht zuletzt die Treffer zum 1:0 und 5:0 zeigten, was spielerisch in der Mannschaft steckt. Daneben entwickeln sich auch Standards immer mehr zu Waffe, nicht umsonst resultierten die übrigen drei Treffer gegen Erfurt allesamt aus ruhenden Bällen.

Regionalliga: FSV Zwickau führt Rot-Weiß Erfurt vor

Mit dem SV Babelsberg wartet auf den FSV im Nachholer am Dienstagabend (19 Uhr im Liveticker in der SpiO-App und auf sport-im-osten.de) nun der nächste Gradmesser. Zwar sind die Filmstädter durch die Niederlage vor zehn Tagen gegen Tabellenführer Greifswald in der Tabelle auf Platz sechs abgerutscht, haben in der durch zahlreiche Spielabsagen arg verzerrten Regionalliga-Tabelle aber noch drei Nachholspiele offen.

"Snake" Zimmermann trifft und trifft

Die jüngsten Auftritte des kommenden Gegners sind aber auch SVB-Trainer Markus Zschiesche nicht entgangen, der sein Team vor allem auf die Qualitäten des Zwickauer Toptorjägers einstellen muss. Der im Sommer noch eiligst vom VfB Auerbach geholte Marc-Philipp Zimmermann steht in dieser Saison bereits bei zwölf Treffern und traf auch gegen Erfurt doppelt. Ein echter Knipser eben, der von Schmitt ab und an auch mal humorvoll "Snake" genannt wird. "Er beißt eben zu", lachte Zwickaus Trainer nach dem Sieg gegen Erfurt. "Als wir ihn verpflichtet haben, hat er gleich getroffen. So hat er eben seinen Spitznamen bekommen."

Für Schmitt ist Zimmermann aber nicht nur Vollstrecker vor dem gegnerischen Tor, sondern auch bestimmender Charakter im Aufbauspiel. "Er hat eine umheimliche Qualität und Präsenz auf dem Platz. Der Gegner kann ihn nie aus den Augen lassen, selbst wenn er nicht groß am Spiel teilnimmt", erklärte der 55-Jährige.

"Demütig bleiben und die nötigen Punkte holen"

Zimmermann: "Wer das 1:0 macht, gewinnt"

Routinier Zimmermann selbst nimmt das Lob gerne an, mahnte gleichzeitig mit Blick auf den aktuellen Erfolgslauf aber, auf dem Teppich zu bleiben. "Das wird nicht die ganze Zeit mit unseren Toren so weiter gehen."Schon gegen Babelsberg erwarte der 33-Jährige "ein anderes Spiel, ein Spiel auf Messers Schneide. Ich sage, wer das 1:0 macht, gewinnt auch das Spiel." In der aktuellen Situation gelte es, in erster Linie "demütig" zu bleiben und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Wie sich eine Ergebniskrise anfühlt, weiß man in Zwickau schließlich noch aus der Hinrunde.

jsc