Triathlon Spitzenreiter Jan Frodeno gibt beim Challenge Roth auf

Stand: 03.07.2022 13:46 Uhr

Topfavorit Jan Frodeno hat den Triathlon Roth vorzeitig beendet. Der Sieger von 2016 musste das Rennen beim Laufen als Führender abbrechen. Nach einem Teilriss der Achillessehne war die Belastung noch zu groß. 2023 will er wieder dabei sein.

Von Bernd R. Eberwein

Erster nach 3,8 Kilometern Schwimmen, Erster nach 180 Kilometern auf dem Rad - und am Ende doch weit vom Podest entfernt: Unter Tränen musste Ausnahme-Triathlet Jan Frodeno den Challenge Roth nach wenigen Kilometern auf der Laufstrecke vorzeitig beenden.

Die Achillessehne schmerzt, der Kopf aber noch mehr

"Wir haben einen Schmerzskala von eins bis zehn und ich musste versprechen, dass ich da den Pegel nicht überschreite", sagte er über die Gründe für die Aufgabe im Comeback-Rennen: "Ich muss ehrlich genug sein, dass alles gepasst hat, aber die Schmerzen zuviel wurden ... die Sehne tut vielleicht sechs aus zehn weg. Aber der Kopf elf."

Triathlon: Challenge Roth 2022 - Jan Frodeno im BR-Interview

Schmerzen in der rechten Achillessehne

Probleme mit der Achillessehne verhinderten den zweiten Sieg des 40-Jährigen in Roth. Frodeno hatten den Challenge bereits 2016 gewonnen, damals in Weltrekordzeit. Nach einem Teilriss der Achillessehne war der Triathlon in Mittelfranken in diesem Jahr das erste Comeback-Rennen von Frodeno, erst Anfang Juni hatte er seinen Start in Roth verkündet.

Frodeno wird 2023 wieder in Roth starten

Allerdings blickte Frodeno am Mikrofon von BR24 Sport wenig später im Zielstadion schon wieder nach vorne. "If it's not happy, it's not the end", zitierte er Oscar Wilde: "Ich bin zwar im Herbst der Karriere, aber noch nicht im Winter - und freue mich, dass ich nächstes Jahr wieder starten kann." Frodeno wird 2023 also erneut in Roth angreifen.

Frodeno-Coach Dan Lorang

Däne Ditlev neuer Spitzenreiter

Bis zu seinem vorzeitigen Aus hatte Frodeno, dreimaliger Gewinner des Ironman Haiwaii, das Rennen von der Spitze weg kontrolliert. Als Erster war er nach dem Schwimmen aus dem Wasser gekommen, auf dem Rad wurde aus einer Fünfergruppe an der Spitze bis zum Laufwechsel ein Zweikampf zwischen Frodeno und dem Dänen Magnus Ditlev, der nun dem ersten Langdistanzsieg seiner Karriere entgegenläuft.

Frodeno sucht seine Schuhe

Eine kuriose Szene erlebten die Zuschauer zuvor beim Wechsel vom Rad zum Laufen: Frodeno benötigte einige Zeit in der Wechselzone, weil seine Laufschuhe kurz unauffindbar waren.

Quelle: Blickpunkt Sport 03.07.2022 - 12:00 Uhr