BR24 Sport "Nö": Tour-Team verweigert Russland-Frage an Kapitän Wlassow

Stand: 29.06.2022 16:53 Uhr

Eine Frage zum Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist beim Raublinger Rad-Team Bora-hansgrohe kurz vor dem Start der Tour de France unbeantwortet geblieben. Auf eine Nachfrage gab es nur ein schnödes "Nö".

Von BR24 Sport

Als dem russischen Kapitän Alexander Wlassow am Mittwoch in einer Videokonferenz via Chat die Frage gestellt wurde, was er davon halte, dass russische Tennisprofis aktuell in Wimbledon ausgeschlossen sind, er jedoch die am Freitag in Kopenhagen beginnende Tour de France fahren könne, wurde die Frage vom Pressesprecher nicht weitergeleitet. Die Bitte eines anderen Journalisten, Wlassow diese Frage zu stellen, lehnte der Sprecher mit einem schlichten "Nö" ab und beendete das Gespräch.

Bora-Fahrer Wlassow: "möchte auch nur Frieden"

Wlassow hatte sich öffentlich bisher einmal Anfang März zu dem Krieg geäußert. "Wie viele Russen auch möchte ich nur Frieden. Ich bin keine politische Person und Leute wie ich wurden nicht gefragt, ob wir einen Krieg wollen. Es war für alle ein Schock und ich hoffe, dass es bald enden wird", hatte er damals auf Instagram geschrieben.

Teamchef Denk stellt sich hinter seinen Kapitän

Sein Teamchef Ralph Denk erklärte der Deutschen Presse-Agentur: "Für mich ist das auch Diversity, dass man sich hinter eine Person stellt, egal woher sie kommt." "Diese Person, die bei uns Alexander Wlassow heißt", könne "am wenigsten etwas dafür, dass Russland und die Ukraine einen Krieg führen". Da seien "andere Herren verantwortlich, dass dort Krieg ist, aber sicher nicht ein russischer Staatsbürger, der seiner Leidenschaft, dem Sport, nachgeht".

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Quelle: BR24 29.06.2022 - 16:54 Uhr