Tour de France - Van Aert düpiert Kletterer, Pogacar weiter vorne

11. Etappe - die Zusammenfassung Sportschau 07.07.2021 05:08 Min. Verfügbar bis 31.12.2021 Das Erste

108. Frankreich-Rundfahrt

Tour de France - Van Aert düpiert Kletterer, Pogacar weiter vorne

Wout Van Aert hat den Mont Ventoux bei der 11. Etappe der Tour de France als schnellster Fahrer bezwungen. Tadej Pogacar verteidigte indes das Gelbe Trikot.

Bei der doppelten Überquerung des legendären Mont Ventoux siegte der Allrounder des Teams Jumbo-Visma am Mittwoch (07.07.2021) als Solist und feierte seinen vierten Etappensieg bei einer Frankreich-Rundfahrt. Hinter Van Aert sicherten sich der Franzose Kenny Elissonde und der Niederländer Bauke Mollema die Plätze zwei und drei.

Pogacar fährt weiter Richtung Tour-Sieg

Beim beeindruckenden Sieg von "Schwergewicht" Van Aert, der mit seinen rund 80 Kilogramm Körpergewicht alle Kletter-Asse düpierte, baute Tadej Pogacar indes seinen Vorsprung in der Gesamtwertung deutlich aus - musste aber erstmals einen Rivalen am Berg ziehen lassen. Der Slowene erreichte mit einem Rückstand von 1:38 Minuten auf den Sieger das Ziel.

Doppelte Überraschung am doppelten Ventoux

Sportschau Tourfunk 07.07.2021 13:47 Min. Verfügbar bis 08.07.2031 ARD


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"Es war superhart heute, superheiß, superanstrengend. Die Gegner waren superstark auf den beiden superschweren Anstiegen - ich musste supertief an meine Leistungsgrenze gehen", sagte der 22 Jahre alte Titelverteidiger, der offensichtlich "superbeeindruckt" von einer spektakulären Etappe war.

11. Etappe - die Stimmen Sportschau 07.07.2021 02:55 Min. Verfügbar bis 31.12.2021 Das Erste

Im Gesamtklassement liegt er nun 5:18 Minuten vor dem Kolumbianer Rigoberto Uran (EF Education-Nippo). Dessen deutscher Teamkollege Jonas Rutsch, der seine erste Tour bestreitet, sagte nach der Etappe am ARD-Mikro: "Die erste Runde lief es gut. Da passte noch das Masse-Kraft-Verhältnis." In der zweiten Runde habe er keine Chance mehr gehabt. "Dann bin ich noch mit Rigo unten reingefahren und habe meinen Job soweit fertig gemacht - und dann raus."

Dritter in der Gesamtwertung ist der junge Däne Jonas Vingegaard (5:32). Der Teamkollege Van Aerts hatte mit dem Mann im Gelben Trikot kurz vor der zweiten Gipfelpassage am Ventoux attackiert und sich schließlich von Pogacar abgesetzt - auf der Abfahrt fuhr dieser aber wieder heran. Der bisherige Zweite Ben O'Connor (Australien) fiel deutlich zurück.

Tour de France geht ohne Martin in den Endspurt

Die deutschen Profis um den erneut distanzierten Emanuel Buchmann müssen weiter auf einen Etappensieg warten. Nils Politt war lange in der Ausreißergruppe, aus der Van Aert am Ende gewann, vertreten, fiel dann allerdings zurück. Eine echte Chance auf einen Tagessieg hatten die deutschen Rad-Asse bisher nicht.

Dabei ist die Rundfahrt für Tony Martin schon vorzeitig beendet. Der viermalige Zeitfahrweltmeister musste am Mittwoch nach einem erneuten Sturz aufgeben. Der 36-Jährige war etwa eine halbe Stunde nach dem Start zu Fall gekommen.

Abschürfungen und Zahnverletzung - Martin muss aufgeben

Die Ursache blieb zunächst unklar. Von den Fernsehkameras wurde lediglich eingefangen, wie der Zeitfahrspezialist mit aufgeschürftem rechten Oberschenkel am Straßengraben saß und behandelt wurde. Weitere Untersuchungen im Krankenhaus zufolge habe Martin sich keine Brüche zugezogen. Das teilte sein Rennstall Jumbo-Visma am Abend mit.

Der gebürtige Cottbuser habe sich jedoch an den Zähnen verletzt und Abschürfungen davongetragen, hieß es von seinem Team, das zuvor schon den aussichtsreichen Teamkapitän Primoz Roglic nach einem Sturz verloren hatte. Martin war bereits auf der ersten Etappe zu Fall gekommen, als er mit dem Pappschild einer Zuschauerin kollidiert war, dabei trug er Prellungen und Schürfwunden davon.

11. Etappe - die Siegerehrung Sportschau 07.07.2021 08:22 Min. Verfügbar bis 31.12.2021 Das Erste

Mont Ventoux erstmals zweimal überquert

Erstmals wurde der Ventoux gleich zweimal über unterschiedliche Routen überquert. Auch wenn das Ziel nicht auf dem Gipfel, sondern im Talort Malaucène lag, war es ein außergewöhnlicher Kraftakt.

"Ob wir jetzt vorher einen anderen Berg hochfahren oder zweimal den Ventoux, macht im Endeffekt keinen Unterschied - für die Fans ist es spektakulär", sagte der deutsche Kletterer Emanuel Buchmann, der erneut auf einen Angriff verzichtete und Bora-Kapitän Wilco Kelderman unterstütze: "Ich fühle mich nach den Regenetappen der Alpen noch nicht so gut."

sid/dpa/red | Stand: 07.07.2021, 21:30

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