Russischer Leichtathletik-Verband muss Millionen-Strafe zahlen

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Russischer Leichtathletik-Verband muss Millionen-Strafe zahlen

Der Leichtathletik-Weltverband hat seine Sanktionen gegen den russischen Verband RUSAF im Zuge des Dopingskandals noch einmal verschärft. Russland muss eine Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen US-Dollar (8,9 Millionen Euro) zahlen.

Zudem dürfen höchstens zehn russische Sportler als neutrale Athleten bei den Olympischen Spielen in Tokio (24. Juli bis 9. August) an den Start gehen. Das gab World-Athletics-Präsident Sebastian Coe (63) am Donnerstag (12.03.2020) bekannt.

Der Prozess, der es russischen Athleten ermöglicht, an internationalen Wettkämpfen wie Olympia teilzunehmen, wird wieder ausgesetzt, "wenn fünf Millionen Dollar der 10-Millionen-Dollar-Geldstrafe nicht bis zum 1. Juli 2020 gezahlt werden", sagte Coe: "Die weiteren fünf Millionen US-Dollar der Geldbuße werden für zwei Jahre ausgesetzt und müssen sofort gezahlt werden, wenn RUSAF in diesem Zeitraum einen weiteren Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln begeht oder keine bedeutenden Fortschritte bei der Erfüllung der vom Council festgelegten Wiedereinstellungsbedingungen erzielt."

Auch ein Komplett-Ausschluss wurde diskutiert

Russlands Skandal-Leichtathleten sind seit Ende November 2015 suspendiert, zuletzt stand sogar ein Komplett-Ausschluss aus dem Weltverband zur Debatte. Seit dem Dopingfall um den Weltklasse-Hochspringer Danil Lysenko war es russischen Athleten um Superstar Marija Lassizkene nicht möglich, den Status eines neutralen Athleten zu beantragen. Bei der WM in Katar 2019 waren 30 "russische" Leichtathleten am Start.

Zuletzt hatte der neue RUSAF-Präsident Jewgeni Jurtschenko ein paar Betrügereien eingeräumt. In einem Brief an Coe habe er die Vorwürfe der unabhängigen Integritätskommission AIU im Fall Lysenko gegen die alte RUSAF-Führung "voll akzeptiert", sagte Jurtschenko - und bat um Entschuldigung für das Verhalten des Verbandes.

sid | Stand: 12.03.2020, 14:26

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