Die Triathlon-WM findet 2023 in Nizza statt.

Revolution im Triathlon Im Wechsel mit Hawaii - Ironman-WM nun auch in Nizza

Stand: 06.01.2023 08:54 Uhr

Die Ironman-Weltmeisterschaft der Männer wird in diesem Jahr nicht auf Hawaii stattfinden, sondern in Nizza. Die Frauen starten ab 2024 in Südfrankreich.

Die Ironman-WM hat eine zweite Heimat gefunden. Wie die Veranstalter am Donnerstag (05.01.2023) bekannt gaben, finden zukünftig im Wechsel zwischen Nizza und Hawaii die legendären Triathlon-Rennen der Frauen und Männer statt. Premiere ist am 10. September, wenn die Männer ihren Weltmeister in der französischen Küstenstadt ermitteln.

Die Frauen starten in diesem Jahr traditionell am 14. Oktober in Kailua-Kona. 2024 wird getauscht, die Männer sind dann wieder auf Hawaii zu Gast, die Frauen ziehen nach Nizza um. Diese Rotation soll bis 2026 anhalten.

Viel Kritik für die Veranstalter

Bereits vor der Vergabe nach Nizza hatte die Entscheidung für teils harsche Kritik gesorgt. "Für mich gehört die Ironman-WM nach Hawaii. Da ist unser Sport geboren, dort gehört er hin. Unser Sport lebt von dem Mythos Hawaii", sagte Ex-Weltmeister Patrick Lange der Hessenschau mit Nachdruck. Für Lange ist Profitgier der Grund für die "Revolution": "Die Kuh wird wohl so lange gemolken, bis sie tot umfällt."

Wer an Ironman denkt, denkt an Hawaii. Die WM in Kona ist der Höhepunkt des Triathlon-Jahres. 2023 geht es für die Männer nun aber an einen anderen Ort – und die sind sauer.

Seit 1978 mit einer Ausnahme immer auf Hawaii

Das Rennen über die traditionellen Distanzen von 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen wird seit 1978 auf Hawaii ausgetragen, seit 1982 unter dem Namen Ironman. Bislang einzige Ausnahme: Die wegen der Corona-Pandemie verschobene WM 2021 wurde im Mai 2022 in Utah nachgeholt.

2022 gab es damit zwei WM-Auflagen, da im Oktober auch auf Hawaii gestartet wurde. Dabei wurden die Rennen der Männer und Frauen erstmals getrennt an zwei Tagen ausgetragen. Aufgrund explodierender Kosten für Teilnehmer und Teilnehmerinnen war die Veranstaltung stark in die Kritik geraten.