Formel 1 - Hülkenberg übernimmt für Perez

Racing Point-Pilot Sergio Perez (r.) und Ersatzfahrer Nico Hülkenberg (l.)

Nach positivem Coronatest

Formel 1 - Hülkenberg übernimmt für Perez

Der Grand Prix der Formel 1 in Silverstone (02.08.2020) soll trotz des positiven Corona-Tests von Pilot Sergio Perez nicht gefährdet sein. Nico Hülkenberg springt als Ersatzfahrer ein.

Der 30-jährige Perez vom Team Racing Point war am Donnerstag (30.07.2020) nach einer unklaren ersten Probe positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit wird der Mexikaner nicht am Rennen am Sonntag (ab 15.00 Uhr im Live-Ticker auf sportschau.de) teilnehmen. "Sergio ist körperlich gesund und gut gelaunt, aber er wird sich nach den Richtlinien der zuständigen Gesundheitsbehörden weiterhin selbst isolieren, wobei die Sicherheit für das Team und den Sport oberste Priorität hat", gab sein Team Racing Point am Donnerstagabend bekannt.

Nach Neustart erster positiver Fall

Bislang hatte es noch keinen positiven Corona-Fall unter den Fahrern oder den Angestellten der Teams der Motorsport-Königsklasse bei den ersten drei Rennen nach dem Saison-Neustart gegeben. Auch in England kann das Rennwochenende nur unter Einhaltung der strengen Hygieneregeln stattfinden. Wer keinen negativen Corona-Test vorweisen kann, darf sich nicht auf dem Gelände aufhalten. Außerdem gilt eine Maskenpflicht. Auch das Einhalten der Abstandsregeln ist nötig.

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Hülkenberg als Ersatzfahrer

Die Austragung des Rennens soll aber deswegen nicht gefährdet sein. Racing Point muss aber auf einen Ersatzfahrer zurückgreifen. Dabei handelt es sich um Formel-1-Routinier Nico Hülkenberg. Das bestätigte der 32-Jährige im Gespräch mit RTL. Voraussetzung für die Rückehr von Hülkenberg in ein Formel-1-Cockpit am Wochenende war ein negativer Coronatest. Am Freitagvormittag gab der Rennstall dann das #Hülkenback bekannt. Hülkenberg fuhr bereits 2012 und dann erneut von 2014 bis 2016 für den Racing-Point-Vorgänger Force India. Zuletzt war Hülkenberg vertragslos. Er bringt die Erfahrung von 177 Formel-1-Rennen mit, auf einen Podestplatz wartet Hülkenberg allerdings nach wie vor.

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Damit bleiben der Belgier Stoffel Vandoorne und Esteban Gutierrez aus Mexiko außen vor. Beide verfügen über Formel-1-Erfahrung. Vandoorne allerdings soll beim Restart der Formel-E-Saison am 5. August in Berlin starten. Der Belgier rangiert in der Formel E auf einem guten sechsten Rang.

Mercedes-Entwicklungsfahrer Gutierrez wird damit nicht für einen direkten Konkurrenten ins Cockpit steigen. Denn Racing Point gilt mit seinem Auto als ernstzunehmender Gegenspieler von Mercedes, zumal die Plagiatsvorwürfe gegen Racing Point vom Motorsport-Dachverband FIA noch nicht endgültig verhandelt worden sind. Renault hatte Racing Point nach den Spielberg-Rennen vorgeworfen, nicht nur erlaubte Komponenten von Mercedes gekauft zu haben, sondern einen Großteil des gesamten Autos.

Und bei Red Bull und Ferrari?

Sowohl Red Bull als auch Ferrari scheinen bis zu den beiden Rennen in Silverstone (noch?) nicht die große Lücke zu den starken Mercedes-Motoren geschlossen zu haben. Wegen der Power der schwarzbeklebten früheren Silberpfeile wird der Sieg aller Voraussicht nach nur über Lewis Hamilton und Valtteri Bottas gehen. Max Verstappen sagte zuletzt, dass sich sein Bolide mit der Bezeichnung RB16 zwar gut anfühle, aber nicht schnell genug sei.

Sebastian Vettel indes musste auch bei der ersten Pressekonferenz in Silverstone Fragen zu seiner beruflichen Zukunft beantworten - sein Engagement bei Ferrari endet nach der Saison. Zusammengefasst: nix Neues von und bei Vettel. Allerdings verstummen die Gerüchte nicht, dass Vettel künftig beim Team Racing Point fahren soll, das ab 2021 Aston Martin heißen wird.

Stichwort Wetter

Allein das Wetter könnte vermutlich von außen etwas Spannung in den Rennverlauf auf der Insel bringen. Bei Regen werden im Rennsport fast immer die Karten neu gemischt. Doch nach großer Hitze am Freitag (über 30 Grad) soll es am Sonntag bis auf 21 Grad abkühlen - mit Regenschauern allenfalls am Samstagnachmittag. Vermutlich droht von dieser Seite auch keine Gefahr für die Mercedes-Piloten, ihre Dominanz erneut unter Beweis stellen zu können.

dpa, sid | Stand: 31.07.2020, 12:38

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