Illegale Mercedes-Kopie? Racing Point weist Renault-Verdacht zurück

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Bolide RP20

Illegale Mercedes-Kopie? Racing Point weist Renault-Verdacht zurück

Formel-1-Rennstall Racing Point hat die Vermutung von Konkurrent Renault zurückgewiesen, dass es sich bei dem pinkfarbenen Rennwagen um eine illegale Kopie des Weltmeister-Mercedes vom Vorjahr handele.

Formel-1-Rennstall Racing Point gibt sich angesichts des Wirbels um seinen "pinkfarbenen Mercedes" selbstbewusst und hat die Verdächtigungen der Konkurrenz klar zurückgewiesen. Der Protest gegen den Boliden RP20 beruhe auf falschem Verständnis und sei "schlecht informiert", teilte das Team am Montag (13.07.2020) nach dem Großen Preis der Steiermark mit.

Protest offiziell zugelassen

Die Autos von Racing Point sind Gegenstand einer Untersuchung des Automobil-Weltverbandes FIA, nachdem Renault einen offiziellen Protest eingereicht hatte. Da der RP20 deutliche Ähnlichkeiten zum Weltmeister-Mercedes der vergangenen Saison hat, soll geprüft werden, ob hier gegen das Reglement verstoßen wurde. Die Rennkommissare haben den Protest offiziell zugelassen, die entsprechenden Teile wurden für eine Analyse beschlagnahmt und versiegelt.

Racing Point "extrem enttäuscht"

Racing Point gab sich "extrem enttäuscht, dass unsere Ergebnisse in Spielberg infrage gestellt werden". Unterstellungen bezüglich eines Fehlverhaltens wies das Team zurück. Es habe "vor dem Start der Saison mit der FIA zusammengearbeitet und sich allen Fragen über den Ursprung des Designs des RP20 zur Zufriedenheit gewidmet". Man sei zuversichtlich, dass der Protest letztlich zurückgewiesen werde.

Gewöhnliches Kundenteam

Renault beruft sich bei der Bitte um Prüfung der "Legalität" des pinkfarbenen Autos auf Teile des sportlichen Reglements, die Folgendes festlegen: Bestimmte Komponenten der Boliden ("listed parts") müssen vom jeweiligen Team selbst entworfen worden sein, auch die Weitergabe von Informationen über diese Bauteile ist nicht erlaubt. Als gewöhnliches Kundenteam beziehen die Engländer, die im kommenden Jahr als Aston Martin an den Start gehen werden, den Antrieb und das Getriebe von Mercedes. 

Mit seinen Bedenken angesichts der Ähnlichkeit zwischen dem aktuellen RP20 mit dem Mercedes W10 von 2019 ist Renault nicht allein im Starterfeld. Racing Point gilt als Anwärter auf Rang vier der Konstrukteurs-WM. Schwächelt Ferrari weiter, erscheint sogar Rang drei hinter Mercedes und Red Bull möglich.

sid/red | Stand: 13.07.2020, 17:06

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