Statement gegen Rassismus - Silberpfeile fahren in schwarz

Mercedes startet in der Formel 1-Saison 2020 mit schwarzen Boliden

Formel-1-Weltmeisterteam Mercedes in neuem Design

Statement gegen Rassismus - Silberpfeile fahren in schwarz

Der Silberpfeil wird schwarz: Mit einer neuen Lackierung will das Formel-1-Weltmeisterteam Mercedes ein klares Zeichen im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung setzen.

Der Rennstall veröffentliche am Montag (29.06.20) erste Fotos des neuen Wagens, der schon am kommenden Wochenende beim verspäteten Saisonauftakt im österreichischen Spielberg (Live-Ticker bei sportschau.de) zum Einsatz kommt.

Weltmeister Lewis Hamilton und Vize-Champion Valtteri Bottas werden in dem fast vollständig schwarzen Auto mit einigen Farbakzenten auf die Jagd nach dem ersten Erfolg nach der Corona-Zwangspause gehen.

"Unsere weltweite Platform nutzen"

"Die Silberpfeile werden in der gesamten Saison 2020 in schwarz antreten, um unser klares Engagement für mehr Vielfalt in unserem Team und unserem Sport zu demonstrieren", sagte Motorsportchef Toto Wolff in einer Mitteilung.

Rassismus und Diskriminierung hätten "keinen Platz in unserer Gesellschaft, unserem Sport und unserem Team", betonte der Österreicher: "Die richtigen Überzeugungen und die richtige Geisteshaltung sind nicht genug, wenn wir stumm bleiben. Wir möchten daher unsere Stimme und unsere weltweite Plattform nutzen, um uns für Respekt und Gleichberechtigung einzusetzen."

Bildungsinitiativen für junge Menschen

Mercedes wolle sich auch aktiv am Kampf gegen Diskriminierung beteiligen und rufe bis zum Saisonende deswegen ein Vielfalts- und Integritätsprogramm ins Leben. Dazu gehören Bildungsinitiativen, um junge Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen, die eine Karriere in der Formel 1 anstreben, zu ermutigen und zu unterstützen.

"Wir möchten gemeinsam ein Vermächtnis aufbauen, das über den Sport hinausgeht", sagte Hamilton. Der Brite ist der einzige schwarze Fahrer in der Formel 1 und sah sich selbst schon mit Rassismus konfrontiert. Zuletzt beteiligte sich der 35-Jährige mehrfach aktiv am Kampf gegen die Missstände.

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Anfang Juni - während der Protestwelle gegen Polizeigewalt in den USA - fand Hamilton deutliche Worte gegen seine Branche, als er sagte: "Ich sehe diejenigen von Euch, die still bleiben, einige von Euch sind die größten Stars und bleiben noch still mitten in dieser Ungerechtigkeit. Nicht ein Zeichen von irgendjemandem in meiner Industrie, die natürlich ein von Weißen dominierter Sport ist."

Mehr zum Thema: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 29.06.20, 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 29.06.2020, 16:53

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