Wintersport-News am Mittwoch - Kombinierer-Weltcup in Otepää abgesagt

Johannes Rydzek

Wintersport-News am Mittwoch - Kombinierer-Weltcup in Otepää abgesagt

+++ Nordische Kombination: Weltcup in Otepää wegen Schneemangels abgesagt +++ Winterspiele 2030: Olympiabewerbung von Sapporo abgesegnet +++ Eiskunstlauf: Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen französische Trainer +++

Nordische Kombination: Weltcup in Otepää wegen Schneemangels abgesagt

Die für den 8. und 9. Februar geplanten Weltcup-Wettbewerbe der Nordischen Kombinierer im estnischen Otepää sind abgesagt worden. Schneemangel und anhaltend hohe Temperaturen machen einen Austragung der beiden Einzelwettkämpfe unmöglich, teilte der Weltskiverband mit. Auch die beiden Continental-Cup-Rennen der Frauen am selben Wochenende finden nicht statt.

Beim letzten Kombinierer-Weltcup in Otepää im Januar 2019 feierte der Norweger Jarl Magnus Riiber einen Doppelsieg. Johannes Rydzek lief in einem der Rennen auf den zweiten Platz. Ob und wo die Wettbewerbe nachgeholt werden, ist noch offen.

2030 - Olympiabewerbung von Sapporo abgenickt

Skispringen auf der Olympiaschanze in Sapporo

Das japanische Nationale Olympische Komitee JOC hat eine potenzielle Kandidatur von Sapporo für die Winterspiele 2030 am Mittwoch formell abgesegnet. In den kommenden Tagen wird die Organisation das Internationale Olympische Komitee (IOC) über die Entscheidung unterrichten. Sapporo, Olympia-Ausrichter der Winterspiele von 1972 und größte Stadt der Insel Hokkaido, darf schon in diesem Sommer wieder olympisches Flair genießen. Aufgrund der erwarteten Hitze in Tokio sind die Leichtathletik-Wettbewerbe im Marathon sowie im Gehen von der Hauptstadt in die über 800 km entfernte Stadt im kühleren Norden verlegt worden.

Neben Sapporo hatten bereits Salt Lake City (Gastgeber von 2002) sowie Barcelona (Gastgeber Sommer von 1992) ihr Interesse an der Ausrichtung der Winterspiele 2030 signalisiert. Außerdem hatte sich eine private Initiative für die Winterspiele 2030 in Thüringen stark gemacht, hatte aber vom Deutschen Olympischen Sportbund eine Absage erhalten.

2022 finden die Wettbewerbe in Peking statt, 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo.

Sexuelle Übergriffe: Französische Eiskunstläuferinnen klagen an

Eiskunstlauf - Europameisterschaft Minsk 2019

Mehrere ehemalige französische Spitzen-Eiskunstläuferinnen haben drei ihrer früheren Trainer sexueller Übergriffe beschuldigt. Laut der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe" und des Nachrichtenmagazins "L'Obs" soll es sich bei den Beschuldigten um Gilles Beyer, Jean-Roland Racle und Michel Lotz handeln. Die Übergriffe sollen zwischen Ende der 1970er und den 1990er Jahren stattgefunden haben. Die beschuldigten Trainer reagierten nicht auf Anfragen von "L'Equipe" und "L'Obs".

So sprach die frühere WM-Dritte Sarah Abitbol in einem Video auf der Homepage von "L'Obs" darüber, von Beyer im Alter von 15 Jahren vergewaltigt worden zu sein. Die Übergriffe hätten zwei Jahre gedauert. Zudem soll der ehemalige französische Eiskunstlaufmeister Beyer Ende der 1970er Jahre gegenüber Helene Godard sexuell übergriffig geworden sein, die damals 13 Jahre alt war. Danach sei Godard in den sexuellen "Griff" von Racle gefallen, wie sie berichtet. Zwei weitere Eiskunstläuferinnen, Anne Bruneteaux und Beatrice Dumur, beschuldigen Lotz, 1978 und 1979 französischer Vizemeister, sie in den 1980er Jahren missbraucht zu haben.

dpa/sid/dh | Stand: 29.01.2020, 17:21

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