Snowboarderin Loch knapp am ersten Weltcupsieg vorbei

Cheyenne Loch

Weltcup in Bad Gastein

Snowboarderin Loch knapp am ersten Weltcupsieg vorbei

Cheyenne Loch hat beim Snowboard-Weltcup in Bad Gastein nur knapp ihren ersten Weltcupsieg verpasst. Erst im Finale verlor sie gegen ein russisches Ausnahmetalent, eine weitere Deutsche fuhr ebenfalls aufs Podest.

Mit Ramona Hofmeister, Selina Jörg, Cheyenne Loch, Carolin Langenhiorst und Melanie Hochreiter überstanden alle fünf Starterinnen des Deutschen Skiverbands (DSV) die Qualifikation beim Weltcup im österreichischen Bad Gastein.

Für Langenhorst und Hochreiter war allerdings schon im Achtelfinale Schluss - und überraschend auch für Hofmeister. Die bis zum Rennen im Gesamtweltcup führende Hofmeister scheiterte deutlich (+0,29 Sekunden) an der Niederländerin Michelle Decker.

Cheyenne Loch bezwingt Weltmeisterin Zogg

Dafür fuhren Jörg und Loch mit starken Läufen bis ins Halbfinale. Jörg musste sich dort aber der erst 17-jährigen Russin Sofia Nadyrshina geschlagen geben. Dafür trumpfte Cheyenne Loch weiter auf: Sie bezwang die aktuelle Weltmeisterin Julie Zogg aus der Schweiz.

Zogg verlor auch das zweite Rennen gegen eine deutsche Starterin an diesem Abend: Im kleinen Finale sicherte sich Selina Jörg im Duell Platz drei. Zum Abschluss dann der Showdown zwischen Nadyrshina und Loch: Die 26-Jährige vom Schliersee bot dem russischen Ausnahmetalent bis kurz vor der Ziellinie Paroli.

Erst ein Fehler am drittletzten Tor kostete den möglichen Sieg gegen Nadyrshina, die neue Spitzenreiterin im Gesamtweltcup mit zehn Punkten Vorsprung vor Hofmeister.

Schwerer Sturz von Ex-Weltmeisterin Riegler

Überschattet wurde das Damenrennen von einem schweren Sturz von Claudia Riegler, der Weltmeisterin von 2015. Riegler schlug mit dem Kopf auf und wurde nach längerer Behandlung mit dem Ackja abtransportiert.

DSV-Männer: Nur Baumeister weiter - und dann früh raus

Bei den Männern packte vom DSV nur Stefan Baumeister den Einzug ins Achtelfinale. Elias Huber, Christian Hupfauer, Ole-Mikkel Prantl und Yannik Angenend scheiterten in der Qualifikation.

Für Baumeister endete der Wettkampf aber schon im ersten Rennen: Er bekam es mit dem aktuellen Weltmeister Dmitri Loginow zu tun und unterlag um neun Hundertstelsekunden.

Ein kleiner Trost für Baumeister: Er verlor gegen den an diesem Tag fast nicht zu stoppenden Loginow, der sich zunächst souverän auch den Weltcupsieg in Bad Gastein sicherte. Im Finale gewann er gegen den Italiener Aaron March. Allerdings wurde Loginow nachträglich wegen eines nicht konformen Turns disqualifziert und auf Platz zwei gesetzt, March wurde zum Sieger erklärt.

beb | Stand: 12.01.2021, 19:49

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