Wieder Pech für Geiger beim Skifliegen am Kulm

Karl Geiger in Bad Mitterndorf

Weltcup in Bad Mittendorf

Wieder Pech für Geiger beim Skifliegen am Kulm

Nach seinem Podiums-Pech vom Vortag hat es für Karl Geiger auch beim zweiten Weltcup-Skifliegen am Kulm in Bad Mitterndorf nicht ganz aufs Podest gereicht. Beim Abbruch-Sieg von Stefan Kraft landete der Allgäuer nach Platz vier am Samstag diesmal auf Rang sechs.

Am Samstag (15.02.20) hatte Karl Geiger noch die Winzigkeit von einem Zehntelpunkt zu Rang drei gefehlt, diesmal verhinderten schwierige Windverhältnisse und auch ein etwas zu spät erwischter Absprung ein besseres Resultat.

Geiger sauer auf die Jury

Geiger war vor allem nach dem zweiten Sprung wütend, dass man ihn trotz der Bedingungen abgewinkt hatte: "So langsam kriege ich einen Hals. Ich suche ungern Ausreden, aber das kotzt mich jetzt wirklich ein bisschen an." Erst vor den letzten fünf Springern gab es die Unterbrechung, die Geiger schon vor seinem Flug erwartet hatte. Geiger weiter: "Es waren trotzdem zwei gute Sprünge von mir, deshalb bin ich letztlich auch nicht ganz unzufrieden."

Zweiter Durchgang spät abgebrochen

Am Ende eines zähen zweiten Durchgangs wurde aber vor den Top drei dann noch abgebrochen - nur der erste Sprung ging in die Wertung. Somit ging der Sieg an den nach dem ersten Durchgang führenden Stefan Kraft aus Österreich vor Ryoyu Kobayashi aus Japan und Timi Zajc aus Slowenien. Kraft baute durch den Sieg auch die Führung im Gesamtweltcup vor dem zweitplatzierten Geiger aus.

Weltcup am Kulm: Kraft nach Abbruch Sieger im Skifliegen Sportschau 16.02.2020 00:51 Min. Verfügbar bis 16.02.2021 Das Erste

Eisenbichler übt Selbstkritik

Stephan Leyhe wurde Zehnter und profitierte nach einem schäwcheren zweiten Sprung vom Abbruch. Er landete seinen zweiten Flug bei schwierigen Bedingungen nur bei 208,5 Metern. Leyhe zeigte sich trotzdem nicht unzufrieden: "Der Flug war diesmal ein bisschen besser, aber im Abschluss fehlte doch die letzte Konsequenz. So langsam komme ich beim Fliegen rein, jetzt muss ich das Gefühl mit in die nächsten Springen nehmen."

Markus Eisenbichler wurde 16., musste aber einen - zum Glück nicht gewerteten - indiskutablen zweiten Sprung auf nur bei 149 Meter hinnehmen. "Schon beim Absprung verliere ich meinen Schwerpunkt. Ich habe versucht, auf Biegen und Brechen stabil zu bleiben. Kurz nach dem Absprung steige ich mir aber auf den hinteren Ski. Und dann zerreißt es mich - das sieht dann unten natürlich ziemlich besch... aus. Aber das ist momentan mein Leistungsstand - mir fehlt es natürlich auch an Selbstvertrauen", sagte Eisenbichler.

Pius Paschke landete auf Platz 17, Constantin Schmid, am Vortag als 13. noch zweitbester Deutscher, wurde 36..

Thema in: MDR Aktuell - das Nachrichtenradio, 16.02.2020, 12:40 Uhr

cho | Stand: 16.02.2020, 12:45

Darstellung: