Polnische Weitenjagd der Skispringer in Willingen

Skispringen in Willingen - Die Qualifikation der Männer in voller Länge Sportschau 29.01.2021 01:03:27 Std. Verfügbar bis 29.01.2022 Das Erste

Weltcup in Willingen

Polnische Weitenjagd der Skispringer in Willingen

Bei wechselnden Bedingungen zum Auftakt der "Willingen Six" haben besonders die Polen Glück mit dem Wind gehabt. Einem gelang ein neuer Schanzenrekord. Bester Deutscher war Markus Eisenbichler.

Zum Auftakt der als "Willingen Six" bezeichneten Wettkampfreihe haben sich vor allem die polnischen Skispringer in einer Superverfassung gezeigt. Gleich vier von ihnen schafften es unter die besten Sieben. Andrzej Stekala gewann die Qualifikation, hatte aber auch einen längeren Anlauf als die Kontrahenten im Anschluss.

Bei wechselnden Windverhältnisse musste die Jury immer wieder Pausen einlegen, während einige Athleten wie Stekala oder sein Landsmann Klemens Muranka von Aufwind profitierten, waren andere im Nachteil. Markus Eisenbichler ließ sich von den Bedingungen nicht beeinflussen und war wieder einmal der stärkste Deutsche. Seine 142 Meter waren die größte Weite der Topathleten, die zwei Luken weniger Anlauf zur Verfügung hatten als der Großteil des Feldes. Er wurde hinter Stekala und Halvor Egner Granerud (139,5 Meter) Dritter der Qualifikation.

Muranka mit neuem Schanzenrekord

Der Pole Klemens Muranka erwischte mit diesem längeren Anlauf einen Klassesprung und segelte mit ordentlicher Luftunterstützung auf 153 Meter. Das bedeutet einen neuen Schanzenrekord für die Mühlenkopfschanze. Sein Teamkollege Stekala hatte bei seinen 152 Metern eine Luke weniger Anlauf. "Es ist unglaublich, ich hatte großen Spaß", erklärte Stekala nach seinem Sprung.

Karl Geiger zu verkrampft

Für Karl Geiger war der Freitag ein Tag zum Vergessen. Im Training hatte er Pech mit den Verhältnissen, in der Qualifikation wirkte er zu verkrampft und musste im Flug mehrfach korrigieren. So landete er bereits bei 118,5 Metern und überstand als 42. mit Ach und Krach die Qualifikation.

Qualifikation Willingen - Die Analyse Sportschau 29.01.2021 05:06 Min. Verfügbar bis 29.01.2022 Das Erste

Freund gut, Paschke im Pech

Severin Freund kam auf ordentliche 137,5 Meter und zeigte sich im Anschluss über Position 16 ganz zufrieden. "Ich weiß, dass noch viel vor mir fliegt. Aber ich bin mit meinem Weg zufrieden. Es geht Stück für Stück vorwärts, aber ich weiß auch, dass in meinen Sprüngen noch genug Reserven sind", so Freund.

Pech hatte Pius Paschke: Direkt vor ihm segelte Stekala fast in den Radius. Die Jury ging eine weitere Luke nach unten, zudem schlief der Wind wieder ein. Die Folge waren lediglich 127 Meter und Platz 26 für den Münchner. Damit landeten Constantin Schmid (135 m) und Martin Hamann (134 m) noch vor ihm.

Training musste abgebrochen werden

Auch im zweiten Trainingssprung am frühen Nachmittag hatte der Wind großen Einfluss. Der Durchgang musste nach 39 Springern abgebrochen werden. So fehlte den Topspringern um Geiger, Eisenbichler und Co. im Gegensatz zur Konkurrenz ein Übungssprung.

Sechs Wertungssprünge in Willingen

Das Besondere am Format "Willingen Six" ist, dass es neben den zwei Siegen in den Einzelspringen am Samstag und Sonntag eine zusätzliche Gesamtwertung gibt, in die neben den vier Wettkampfsprüngen auch die Ergebnisse der Qualifikationen vom Freitag und Sonntag einfließen. Der Gesamtsieger erhält zusätzliche 15.000 Euro Preisgeld.

#ZuhauseJubeln - Mitmach-Aktion zum Skispringen in Willingen Sportschau 29.01.2021 00:43 Min. Verfügbar bis 29.01.2022 Das Erste

rho | Stand: 29.01.2021, 16:53

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