Prolog: Eisenbichler bei Skispringen in Klingenthal vorn dabei

Markus Eisenbichler beim Springen in Willingen

Weltcup in Klingenthal

Prolog: Eisenbichler bei Skispringen in Klingenthal vorn dabei

Für den Weltcup am Wochenende war der Prolog am Freitag in Klingenthal zwar bedeutungslos. Ein deutsches Trio konnte aber Selbstbewusstsein sammeln. Ein einstiger Vorflieger erlebt dagegen einen kleinen Leistungsknick.

Skispringer Markus Eisenbichler ist zum Auftakt des Weltcups im sächsischen Klingenthal Vierter geworden. Beim Prolog, der wegen mangelnder Teilnehmerzahl am Freitag (05.02.2021) anstelle einer Qualifikation stattfand, war Eisenbichler mit 136,0 Metern bester Deutscher. Eisenbichler unterstrich damit eine gute Form. Bei den Springen am Wochenende greift der Bayer nach der dritten Podestplatzierung am dritten Weltcup-Wochenende in Folge.

Granerud verhindert Überraschungssieg

Der mit 3.000 Euro versüßte Sieg des sonst bedeutungslosen Wettkampfes ging an den norwegischen Weltcup-Spitzenreiter Halvor Egner Granerud. Der 24-Jährige, der mit 141,0 Meter die größte Weite im verschneiten Vogtland landete, verhinderte damit einen Überraschungssieg: Bis zum Sprung des Norwegers führte der 22-jährige Slowene Bor Pavlovcic mit 140,5 Metern. Dritter wurde der Pole Dawid Kubacki (138,0 Meter).

Paschke starker Neunter

Neben Eisenbichler flogen auch Pius Paschke und Constantin Schmid in die Top 15. Paschke zeigte mit 133,5 Metern einen starken Sprung und wurde Neunter, Schmid kam mit 131,5 Metern auf Rang 14.

Geiger nur 33.

Enttäuschend verlief der Abend für Karl Geiger, zu Beginn der Saison noch deutscher Vorzeigespringer. Der Oberstdorfer flog nur auf 122,5 Meter und Rang 33. Geiger war damit der Schwächste aus dem sechsköpfigen deutschen Team. Für den 27-Jährigen, der mit Podestplätzen und dem Sieg bei der Skiflug-WM in den Winter gestartet war, setzt sich damit ein kleiner Leistungsknick fort. Nach der Vierschanzentournee schaffte es Geiger in Einzelspringen nur einmal in die Top 5.

Severin Freund (128,0 Meter) wurde 28., Martin Hamann (126,0 Meter) 29.

Zu wenig Springer: Prolog statt Quali

Die eigentlich für Freitagabend angesetzte Qualifikation in Klingenthal war durch den sogenannten Prolog ersetzt worden. Bei nur 50 Startern des Wettkampfes hätte eine Quali keinen Sinn ergeben. Die Ergebnisse von Freitag haben so keine Auswirkung auf den Wettkampf, der am Samstag (06.02.2021) ab 14.30 Uhr vom Bakken der Schanze in der Vogtlandarena geht.

Dirk Hofmeister | Stand: 05.02.2021, 18:20

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