Pinturault gewinnt Riesenslalom in Hinterstoder

Ski alpin - der 2. Riesenslalom-Lauf aus Hinterstoder Blickpunkt Sport 02.03.2020 59:40 Min. Verfügbar bis 02.03.2021 BR

Ski-alpin-Weltcup

Pinturault gewinnt Riesenslalom in Hinterstoder

Der Franzose Alexis Pinturault hat den Riesenslalom im österreichischen Hinterstoder gewonnen. Stefan Luitz gelang im Finale eine grandiose Aufholjagd.

Ein mäßiger Lauf im Finale reichte Alexis Pinturault, um den Riesenslalom in Hinterstoder zu gewinnen und den Kampf sowohl um die kleine als auch die große Kristallkugel noch ein Stückchen spannender zu machen. Nach zwei sehr unterschiedlich gesetzten Läufen distanzierte der Franzose den Kroaten Filip Zubcic um 0,45 Sekunden. Dritter wurde der Norweger Henrik Kristoffersen (+0,72 Sekunden). Pinturault ist nun der Fühende im Gesamtweltcup, in der Disziplinwertung übernahm Kristoffersen die Spitze.

Zwei komplett unterschiedliche Kurse

Im ersten Lauf hatte Pinturault die Konkurrenz regelrecht geschockt. Auf dem sehr drehend gesetzten Kurs nahm er dem Zweitplatzierten Zubcic 0,90 Sekunden ab. Der bisher in der Riesenslalom-Weltcupwertung führende Zan Kranjec (Slowenien) lag als Dritter bereits 1,12 Sekunden zurück. "Ich habe probiert, zu attackieren", sagte Pinturault bei Halbzeit.

Der zweite Lauf glich dann streckenweise eher einem Super-G, die Fahrer waren im Schnitt zehn Sekunden schneller als im ersten, und das Feld wurde noch einmal gehörig durcheinander gewirbelt. Leidtragender war unter anderem Kranjec, der auf Rang 13 durchgereicht wurde. Dafür fuhr unter anderem der Schweizer Loic Meillard von Platz 22 auf sieben vor.

Luitz in den Top Ten

Bester Deutscher war Stefan Luitz auf Platz 8 (+1,67 Sekunden). Der von einem Infekt wieder genesene 27-Jährige hatte sich im ersten Durchgang als 19. bereits 2,80 Sekunden auf die Spitze eingehandelt. Im Finale fuhr er wild entschlossen und verbesserte sich mit der zweitbesten Laufzeit noch um elf Plätze. "Ich bin super zufrieden mit der Platzierung", sagte Luitz: "Im ersten Durchgang war ich brutal müde, die zwei Wochen im Bett haben sicher nicht gutgetan. Ende Steilhang war ich richtig blau, es war ein echter Fight ins Ziel."

Stefan Luitz beim Riesenslalom in Hinterstoder am 02.03.2020

Stefan Luitz

Alexander Schmid, im ersten Durchgang noch eine halbe Sekunde schneller und fünf Plätze besser als Luitz, wurde 16. Der Allgäuer begann seinen Finallauf stark, lag zwischenzeitlich mehr als eine Sekunde vor Luitz, ehe ihn kleinere Fehler extrem an Geschwindigkeit kosteten. Dennoch war er "sehr, sehr zufrieden". Denn Schmid bekannte, er sei froh gewesen, dass er "überhaupt am Start stehen konnte. Am Freitag ist es mir in den Rücken reingeschossen." Julian Rauchfuß war als 41. ebenso nicht im Finale dabei wie Bastian Meisen, der seinen ersten Durchgang nicht beendete.

Orkan "Bianca" sorgte für Verlegung

Der Riesenslalom war auf den Montag verlegt worden, weil Orkan "Bianca" das Rennprogramm des Ski-Weltcups in Oberösterreich durcheinandergebracht hatte. Am Freitag konnten wegen Sturm, Schnee und Regen keine Rennen ausgetragen werden. Die Alpine Kombination wurde auf Sonntag verschoben, der Riesenslalom wich dafür einen Tag nach hinten aus.

Thema in: BR, Blickpunkt Sport am 02.03., 09.25 Uhr

red/dpa/sid | Stand: 02.03.2020, 13:57

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

NamePkt
1.Federica Brignone1378
2.Mikaela Shiffrin1225
3.Petra Vlhová1189
4.Corinne Suter837
5.Marta Bassino817

Ski Alpin | Weltcupstand Herren

NamePkt
1.Aleksander Aamodt Kilde1202
2.Alexis Pinturault1148
3.Henrik Kristoffersen1041
4.Matthias Mayer916
5.Vincent Kriechmayr794
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