Deutsche Shorttracker mit durchwachsenen Leistungen

Shorttrack - die Entscheidungen aus Dresden Sportschau 09.02.2020 36:02 Min. Verfügbar bis 09.02.2021 Das Erste

Heim-Weltcup in Dresden

Deutsche Shorttracker mit durchwachsenen Leistungen

Zwei Teilnahmen an B-Finals sind die Achtungserfolge der deutschen Shorttracker in Dresden. Negativer Höhepunkt des Heim-Weltcups war die Verletzung von Aushängeschild Anna Seidel.

Überschattet vom bitteren Saison-Aus von Anna Seidel haben die deutschen Shorttracker beim Heim-Weltcup in Dresden eine durchwachsene Bilanz vorzuweisen. Nachdem alle drei Staffeln - Damen, Herren und Mixed - schon in den Vorläufen ausschieden, schafften die Athleten von Bundestrainer Stuart Horsepool in den Einzelrennen nur zweimal den Einzug ins B-Finale.

Adrian Lüdtke mit Achtungserfolg

Das beste Ergebnis aus Sicht der Gastgeber erreichte der Rostocker Adrian Lüdtke, der am Sonntag (09.02.2020) Platz vier im B-Finale über 1.500 Meter und damit insgesamt den elften Rang belegte. Dazu kam er über 1.000 Meter als 14. ebenfalls noch unter die Top-16. "Ich bin absolut zufrieden, denn für mich hätte es sogar noch weiter nach vorn gehen können. Mir ist es gelungen, meine Leistung vom Halbfinale über 1.500 Meter noch einmal zu steigern. Insgesamt kann ich ein positives Fazit des Weltcup-Wochenendes ziehen", so Lüdtke.

Der Dresdner Christoph Schubert hatte am Tag zuvor über 1.500 Meter ebenfalls das B-Finale erreicht, wurde dort aber disqualifiziert und verbuchte in der Endabrechnung Platz 14.

Shorttracker Adrian Lüdtke in Dresden

Shorttracker Adrian Lüdtke in Dresden

WM-Traum von Anna Seidel geplatzt

Die zweimalige Olympia-Teilnehmerin Anna Seidel hatte sich am ersten Tag durch einen Sturz in der Mixed-Staffel einen knöchernen Ausriss im linken Knöchel zugezogen. Das bedeutete für die 21-Jährige das Saison-Aus. Der Traum von einem guten Ergebnis bei der WM ist damit passé. "Ohne Anna entsprechen die gezeigten Leistungen unserem gegenwärtigen Leistungsstand. Adrian Lüdtke hat bestätigt, dass er sich neben Anna Seidel in die erweiterte Weltspitze gelaufen hat", sagte Matthias Kulik, Sportdirektor der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft. Man bemühe sich, die Staffeln zu entwickeln, "aber man muss auch feststellen, dass sie nicht auf dem Stand sind, wie sie schon einmal waren."

Thema in: Wintersport im Ersten, 09.02.2020, Ab 10.00 Uhr

ten/dpa | Stand: 09.02.2020, 17:00

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