Rennrodlerinnen sorgen wieder für deutsches Podest

Deutsche Rennrodlerinnen holen Dreifachsieg Sportschau 31.01.2021 00:40 Min. Verfügbar bis 31.01.2022 Das Erste

WM am Königssee

Rennrodlerinnen sorgen wieder für deutsches Podest

Julia Taubitz ist auch im Einzel Rennrodel-Weltmeisterin vom Königssee. Nach Sprint-Gold sichert sie sich den zweiten Titel vor den Teamkolleginnen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger.

Beim Blick auf die Spitze des Tableaus hätte man das WM-Rennen am Königssee auch mit einer deutschen Meisterschaft verwechseln können: Die vier deutschen Frauen machten die ersten vier Plätze unter sich aus - auch wenn nicht alle fehlerfreie Fahrten zeigen konnten.

Insgesamt 20 Athletinnen gingen im zweiten Durchgang in den Eiskanal am Königssee - die vier deutschen Starterinnen zum Schluss. Anna Berreiter legte im Vierkampf um die Medaillen vor, musste auf der Kurven-Geraden leicht querstellen - lag am Ende aber dennoch 0,207 Sekunden vor der Konkurrenz und machte einen deutschen WM-Titel schon perfekt.

Rennrodel-Weltmeisterin Taubitz: "Unbeschreiblich schön" Sportschau 31.01.2021 02:28 Min. Verfügbar bis 31.01.2022 Das Erste

Taubitz vor Geisenberger und Eitberger

Die deutsche Rennrodlerin Dajana Eitberger

Dajana Eitberger konnte ihre kleineren Fehler aus dem ersten Lauf abstellen und überholte die junge Teamkollegin nach Rückstand am Start in der Bahn - nach Bronze im Sprint gab es auch im Einzel den dritten Platz. Im Ziel kamen der Olympia-Sibermedaillengewinnerin die Tränen. Im Anschluss verlor Natalie Geisenberger im Lauf der Fahrt sogar noch auf die Klassefahrt der Teamkollegin, ballte im Ziel aber auch erleichtert die Faust - Silber war sicher!

Doch am Start wartete noch Julia Taubitz, die nach dem Sprint-Gold auf der Erfolgswelle wieder fehlerfrei durch den Eiskanal flitzte. Am Ende stand die Weltmeisterzeit von 1:41,132 Minuten und das erste WM-Gold im Einzel für Taubitz.

Taubitz nach WM-Erfolg: "Das kann in die Geschichte eingehen"

Sportschau 31.01.2021 01:35 Min. Verfügbar bis 31.01.2022 ARD


Hinter den vier Deutschen sicherte sich Tatjana Iwanowa knapp vor der US-Amerikanerin Summer Britcher den fünften Platz. Die schnellste Starterin im Feld konnte in der Bahn nicht mit den deutschen Frauen mithalten. Madleine Egle machte ihre Chancen auf einen Podestplatz (Rang sechs nach Lauf eins) im zweiten Durchgang zunichte. Die 22-jährige Österreicherin rutschte weg, nahm eine harte Bande und fiel bis auf Rang 15 zurück.

Taubitz setzte Bestzeit schon im 1. Lauf

Nach der Sprint-Entscheidung lief auch der erste Lauf im Einzel ganz im Sinne von Bundestrainer Norbert Loch: Schon vor dem entscheidenden zweiten Durchgang hatte Taubitz vor der Gesamtweltcupführenden Geisenberger, Eitberger und Berreiter gelegen.

"Julia war heute stärker" - WM-Zweite-Geisenberger Sportschau 31.01.2021 01:33 Min. Verfügbar bis 31.01.2022 Das Erste

Olympiasiegerin Natalie Geisenberger, beim Mannschaftserfolg gestern "nur" Vierte, ging als Erste in den heimischen Eiskanal - nach leichtem Schneefall in der Nacht sicherlich kein Nachteil, denn die Bahn war vor ihr gerade neu präpariert worden. 50,629 Sekunden standen am Ende auf der Anzeige - Geisenberger selbst zeigte im Ziel zunächst keine Regung, auch wenn kein Fehler in ihrer Fahrt zu erkennen war.

Julia Taubitz beim Rennen

Die eigentliche Richtmarke (50,417) sollte dann aber die Sprint-Siegerin von Samstag setzen: Julia Taubitz, am Start noch knapp hinter Geisenberger machte sich in der Bahn ganz lang, nahm den Kopf schön zurück und verwandelte den Startrückstand mit einer fehlerfreien Fahrt in einen Vorsprung von 0,212 Sekunden auf die Teamkollegin.

Eitberger und Berreiter schlossen sich an

Dajana Eitberger und Anna Berreiter zeigten zwar keine ganz fehlerfreien Fahrten, konnten aber dennoch für eine deutsche Vierfach-Führung sorgen: 0,343 Sekunden fehlten am Ende Eitberger, Berreiter folgte nach der Silbermedaille im Sprint und einer starken Startzeit auf Rang vier (+ 0,491).

Tatjana Iwanowa kam noch am nächsten an das deutsche Quartett heran: Der Russin fehlten nach dem ersten Lauf 0,530 Sekunden auf die Spitze und 0,039 Sekunden auf Rang vier.

red | Stand: 31.01.2021, 10:35

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