Langläufer Bolschunow geschlagen - Bögl guter Elfter

Hans Christer Holund (l.), Simen Hegstad Krueger (m.), Jens Burman (r.).

Weltcup in Engadin

Langläufer Bolschunow geschlagen - Bögl guter Elfter

Er ist doch auch nur ein Mensch: Alexander Bolschunow musste sich im letzten Saisonrennen in Engadin über den langen Kanten geschlagen geben. Lucas Bögl sorgte als Elfter für einen versöhnlichen Abschluss.

Den Sieg aber sicherte sich ein Norweger, und es war nicht Johannes Kläbo, der Vierter wurde. Simen Hegstad Krüger setzte sich nach 50 Kilometern im freien Stil vor Landsmann Hans Christer Holund und dem Schweden Jens Burman durch. Bolschunow musste diesmal mit Platz sechs zufrieden sein.

Die deutschen Männer durften diesmal auch zufrieden sein. Bögl verbesserte sich vom 58. auf den elften Platz. Jonas Dobler überzeugte ebenfalls als 17. Sebastian Eisenlauer hielt lange vorn mit, brach am Ende aber ein und fiel noch auf den 50. Platz zurück.

Bolschunow nimmt Fahrt raus

Die große Frage vor dem langen Kanten war, ob der Russe Alexander Bolschunow seinen Vorsprung auf Dauerrivale Johannes Kläbo (+ 18 Sekunden) aus dem Massenstartrennen nutzen wird, um das Rennen von vorn zu laufen? Die Antwort kam schnell, der 24-Jährige nahm schnell den Fuß vom Gas und ließ die Konkurrenz auflaufen. Davon profitierten auch die Deutschen. Zunächst lief Sebastian Eisenlauer, der mit 1:12 Minuten Rückstand ins Rennen gegangen war, nach wenigen Kilometern mit einer Verfolgergruppe auf. Dann vergrößerte sich das Feld auf 58 Läufer, unter denen sich auch Lucas Bögl und Jonas Dobler befanden.

Russischer Solist weckt Feld auf

Danach blieb das Tempo lange Zeit so, dass kein Läufer abreißen lassen musste. Von den Favoriten wagte sich niemand aus der Deckung. Nach 30 Kilometern wagte Alexej Tscherwotkin aus Russland einen Soloritt. Und der Vorsprung wuchs zunächst auf über 30 Sekunden an. Das Feld wurde weit auseinander gezogen. Eisenlauer war aus der großen Gruppe gerutscht, Dobler und Bögl hielt sich dagegen wacker in der nun 20er-Verfolgergruppe, die den führenden Russen auch auf den nächsten Kilometern mit kleinem Abstand weiter vorn laufen ließen.

Bolschunow macht Druck und hat Probleme

Simen Hegstad Krüger jubelt im Ziel

Dann kam die Tempoverschärfung von Alexander Bolschunow, der Ausreißer wurde vier Kilometer vor dem Ziel eingefangen.  Die Spitzengruppe wurde nun weit auseinander gezogen, auch Bögl und Dobler bekamen nun Probleme. Am letzten Anstieg waren es nur noch drei: Jens Burman aus Schweden, Hans Christer Holund und Simen Hegstad Krüger aus Norwegen machten Druck und auch Bolschunow konnte nicht mehr folgen. Krüger hatte schließlich die schnellsten Beine.

rei | Stand: 14.03.2021, 12:52

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