Claudia Pechstein aus Deutschland in Aktion

Eisschnelllaufen | Weltcup in Salt Lake City Eisschnelllaufen - Es wird eng für Claudia Pechstein

Stand: 04.12.2021 08:28 Uhr

Claudia Pechstein will Historisches schaffen und als erste Frau zum achten Mal an Olympia teilnehmen, doch dieses Ziel gerät ins Wanken. Die 49-Jährige ist aktuell einfach zu langsam.

Die Chancen schwinden: Für Eisschnellläuferin Claudia Pechstein wird es immer schwieriger, sich noch für ihre achten Olympischen Spiele zu qualifizieren. Auch beim Weltcup-Auftakt in Salt Lake City verfehlte die 49-Jährige die nötige Qualifikationszeit.

Als 13. in der B-Gruppe blieb sie über 3.000 Meter unter ihren Erwartungen und war nicht einmal beste Deutsche. Leia Behlau aus Inzell lief mit neuer persönlicher Bestzeit von 4:06,18 Minuten knapp vier Zehntel schneller als Pechstein. Am Sonntag hat die Berlinerin im Massenstart noch eine weitere Chance.

Pechsteins großes Ziel ist die Teilnahme an den Spielen in Peking. Schafft sie es noch, schreibt sie Geschichte. Sie wäre dann die erste Frau, die acht Olympische Spiele als aktive Sportlerin erlebt. Bisher hat nur der japanische Skispringer Noriaki Kasai achtmal an Olympischen Winterspielen teilgenommen.

Beckert unterstreicht Top-Form

Während Pechstein enttäuscht die Halle verließ, stellte Patrick Beckert seine gute Form mit einem erneuten Top-Ten-Resultat unter Beweis. Der bereits über 10.000 Meter für die Olympischen Winterspiele in Peking qualifizierte Erfurter wurde in 6:12,056 Minuten Siebter über 5.000 Meter und erreichte sein bestes Saisonresultat und sagte in der Sportschau:

Eisschnelllauf in Salt Lake City - die Zusammenfassung der Wettbewerbe

Sportschau, 04.12.2021 09:00 Uhr

"In den Weltcups bringt es nichts, wilde Sau zu spielen, da ist es wichtig, sich zu qualifizieren. Bei Olympia ist es dann egal, ob ich Vierter oder Letzter bin, da probiere ich auf Bronze zu laufen, werde alles rausholen und auf Risiko gehen."

Er habe ein sehr konstantes Rennen bestritten und am Ende noch schneller werden können, sagte Bundestrainer Helge Jasch. "Das ist den meisten hier in der Höhe nicht gelungen," Den Sieg auf dem Olympic Oval sicherte sich der Schwede Nils van der Poel, der in 6:01,566 Minuten den Weltrekord von Ted-Jan Bloemen um rund 0,3 Sekunden verbesserte.

Dufter-Auftritt macht Hoffnung

Über 500 Meter hatte Joel Dufter als bester Deutscher Platz zehn in der B-Gruppe belegt. In 34,582 Sekunden lief der Inzeller persönliche Bestleistung und weckte damit Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis über die 1.000 Meter. "1.000 Meter ist seine beste Strecke. Die Runde heute war sehr gut", befand der Bundestrainer.