Eisschnelllauf-WM - Pechstein läuft in Hamar hinterher

Claudia Pechstein im norwegischen Hamar

Eisschnelllauf

Eisschnelllauf-WM - Pechstein läuft in Hamar hinterher

Claudia Pechstein ist nach dem Wirbel um die scharfe Verbalattacke von Bundestrainer Erik Bouwman durchwachsen in die Allround-WM in Hamar/Norwegen gestartet. Sprinter Joel Dufner hingegen durfte zufrieden sein.

Nach Läufen über 500 Meter (41,06 Sekunden) und 3000 Meter (4:09,66 Minuten) belegt die fünfmalige Olympiasiegerin in der Gesamtwertung am Samstag (29.02.2020) nur den 21. Rang. Damit liegt Pechstein vor dem Schlusstag einen Platz vor der zweiten deutschen Starterin Roxanne Dufter (Inzell).

Eisschnelllauf-WM - die 3.000 Meter der Damen Sportschau 29.02.2020 04:06 Min. Verfügbar bis 28.02.2021 Das Erste

Teilnahme an den 5.000 Metern in Gefahr

Auf der dritten Strecke über 1500 Meter muss sich im Gesamtklassement noch deutlich verbessern, um das finale Rennen über ihre Spezialstrecke 5.000 meter noch laufen zu dürfen. Dies dürfte allerdings kaum noch möglich sein. Es führt die Niederländerin Ireen Wüst.

Der niederländische Bundestrainer Bouwman hatte Pechstein am Donnerstag in einem Offenen Brief scharf angegriffen.

Achtungserfolg für Dufter

Bei der parallel ausgetragenen Sprint-WM erzielte Joel Dufter (Inzell) einen Achtungserfolg, die Medaillenränge verpasste er letztlich aber klar. Der 24-Jährige belegte nach je zwei Läufen über 500 Meter und 1000 Meter den achten Rang der Gesamtwertung. Dufter hatte am Freitag im ersten 1000-Meter-Rennen in 1:08,65 Minuten die zweitbeste Zeit erzielt. Am Samstag bestätigte er diese Leistung in 1:09,44 nicht ganz.

Eine Top-10-Platzierung erreichte auch Nico Ihle (Chemnitz) als Zehnter. Der Münchner Hendrik Dombek beendete den Vierkampf auf Rang 19. Gold sicherte sich der Japaner Tatsuya Shinhama.

Eisschnelllauf-WM - die 500 und 1.000 Meter der Herren Sportschau 29.02.2020 12:50 Min. Verfügbar bis 28.02.2021 Das Erste

Das russische Trio um Einzelstrecken-Weltmeister Pawel Kulischnikow trat am Samstag überraschend nicht mehr an. Bei den Frauen siegte Shinhamas Teamkollegin Miho Takagi. Katja Franzen aus Inzell kam nicht über den 23. Rang hinaus.

Thema in: Sportschau, Samstag, 29.02.2020, 18 Uhr

Thema in: Wintersport im Ersten, 29.02.2020, Ab 08.55 Uhr

dpa/sid/red | Stand: 29.02.2020, 17:41

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