Das sind die Gewinner im Gesamt-Weltcup

Das sind die Gewinner im Gesamt-Weltcup

Die Saison im Wintersport ist Geschichte - zum Teil planmäßig, zum Teil aber auch vorzeitig wegen der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus. Wer hatte die Nase vorn im Kampf um die großen Kristallkugeln? Eine Übersicht.

Johannes Thingnes Bö

Biathlon: Johannes Thingnes Bö ist zum zweiten Mal in Folge der Biathlon-Champion. Dabei feierte der überragende Norweger eine Punktlandung. Platz vier beim letzten Weltcup in Kontiolahti reichte zum Gewinn der großen Kristallkugel. Nach Abzug der Streichresultate hatte Bö zwei Punkte Vorsprung vor Martin Fourcade.

Biathlon: Johannes Thingnes Bö ist zum zweiten Mal in Folge der Biathlon-Champion. Dabei feierte der überragende Norweger eine Punktlandung. Platz vier beim letzten Weltcup in Kontiolahti reichte zum Gewinn der großen Kristallkugel. Nach Abzug der Streichresultate hatte Bö zwei Punkte Vorsprung vor Martin Fourcade.

Biathlon: Die Entscheidung um den Gesamtsieg bei den Frauen entwickelte sich zu einem Krimi. Tiril Eckhoff aus Norwegen verspielte den Sieg beim letzten Stehendschießen des Winters. So durfte erneut Dorothea Wierer aus Italien jubeln. Sie wiederholte damit ihren Vorjahrestriumph.

Skispringen: Zum zweiten Mal in seiner Karriere hat Stefan Kraft den Gesamtweltcup gewonnen. Der Österreicher sammelte während der Saison 1.659 Punkte - und sicherte sich den Sieg vor dem viermaligen Saisonsieger Karl Geiger aus Oberstdorf (1.519).

Skispringen: Maren Lundby ist obenauf! Die Norwegerin dominierte die Saison der Skispringerinnen und feiert einen Gesamtsieg-Hattrick. Sie hatte schon 2017/18 und 2018/19 gewonnen.

Ski alpin: Die Italienerin Federica Brignone sicherte sich durch das vorzeitige Saisonende wegen Corona zum ersten Mal in ihrer Laufbahn den Gesamtweltcup, zudem gewann sie die Riesenslalom-Wertung und die kleine Kugel in der alpinen Kombination. Brignone hatte die Führung im Kampf um die große Kristallkugel im Februar von Mikaela Shiffrin übernommen. Die US-Amerikanerin hatte nach dem Tod ihres Vaters eine Wettkampfpause eingelegt und wollte bei den abgesagten Rennen in Are ihr Comeback feiern.

Ski alpin: Bei den Herren ist der Norweger Aleksander Aamodt Kilde erstmals in seiner Karriere Sieger im Gesamtweltcup. Der Speedspezialist aus Norwegen profitierte auch von der Absage der letzten Technikrennen des Winters im slowenischen Kranjska Gora.

Nordische Kombination: An Jarl Magnus Riiber kam in dieser Saison kein Kombinierer auch nur ansatzweise heran. Der Norweger flog und lief allen davon. Seine Rekordserie machte die Sportart aber auch sehr einseitig. Der 22 Jahre alte Norweger feierte insgesamt 14 Einzelsiege und stand vier Rennen vor Saisonende als Gesamtsieger fest.

Langlauf: Der Russe Alexander Bolschunow darf sich über den Sieg im Gesamtweltcup freuen. Er profitierte dabei auch vom freiwilligen, vorzeitigen Saisonende der Norweger, die wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht mehr beim Weltcupfinale antraten.

Langlauf: Bei den Langläuferinnen führte in dieser Saison fast nichts an Therese Johaug vorbei. Die Norwegerin blickt auf eine beindruckende Saisonbilanz von 17 Einzelsiegen zurück.

BobFrancesco Friedrich hat als erster Sportler der Welt zum sechsten Mal in Folge den WM-Titel im Zweier gewonnen: Im Vierer setzte er sich dann zum dritten Mal in Folge die WM-Krone auf. Angesichts dieser historischen Leistung geriet seine Erfolgsserie im Weltcup fast in den Hintergrund: Friedrich gewann den Gesamtweltcup im Zweier und im Vierer.

Bob: Mit 1.611 Punkten jubelte Stephanie Schneider (BSC Sachsen Oberbärenburg) über den Sieg im Gesamtweltcup. Die Sächsin verwies bei ihrem ersten Gesamtsieg Mariama Jamanka auf den zweiten Platz.

Rodeln: Die Oberwiesenthalerin Julia Taubitz konnte erstmals in ihrer Karriere den Gesamtweltcup gewinnen und setzte damit die seit 22 Jahren andauernde Erfolgsserie der deutschen Frauen fort. Schon davor war der jungen Deutschen der Sieg im Sprint-Weltcup sicher. Der Russe Roman Repilow gewann Gesamt- und Sprint-Weltcup bei den Männern.

Rodeln: Die Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) sind zum vierten Mal in Serie Gewinner des Doppelsitzer-Gesamtweltcups. In einem der engsten Saisonfinals der vergangenen Jahre machten sie die Entscheidung ausgerechnet am Königssee perfekt, auf der Heimbahn ihrer Rivalen Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee). Den Sprint-Weltcup gewannen das Duo Juris Sics/Andris Sics aus Lettland.

Skeleton: Was zunächst nach einer klaren Sache aussah, wurde am Ende eine Zitterpartie: Mit einem achten Platz im letzten Weltcup-Rennen in Sigulda gewann die 25-jährige Jacqueline Lölling den Gesamtweltcup, gerade einmal 18 Punkte vor der Österreicherin Janine Flock.

Skeleton: Altmeister Martins Dukurs (35) aus Lettland, sechsfacher Weltmeister, ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat sich den Weltcup-Gesamtsieg gesichert. Das ist für ihn mittlerweile Routine. Es war sein neunter Erfolg im Gesamtweltcup.

Snowboard: Mit einem Sieg im vorletzten Parallel-Riesenslalom des Winters in Blue Mountain sicherte sich Ramona Hofmeister vorzeitig den Disziplinen-Weltcup, nur einen Tag darauf legte sie Sieg Nummer zwei in Kanada nach und gewann vorzeitig den Gesamtweltcup - als erst zweite Deutsche nach Amelie Kober in der Saison 2008/09.

Snowboard: Der Italiener Roland Fischnaller ist der überragende Fahrer der Saison bei den Alpin-Snowboarder. Bereits vor den letzten Parallel-Riesenslaloms im kanadischen Blue Mountain stand er als Gesamtweltcupsieger und Gewinner des Parallel-Riesenslalom-Weltcups fest.

Snowboard: Xuetong Cai (China) und Scotty James (Australien) flogen erfolgreicher als alle anderen durch die Halfpipe. Die Saison der Snowboard-Asse ist bereits beendet.

Snowboard: Auch beim BigAir gibt es keine Wettbewerbe mehr. Die besten beim Sprung über einen Kicker waren die Japanerin Reira Iwabuchi und Chris Corning aus den USA.

Die Kristallkugeln: Über 70 Kristallkugeln werden in einer Wintersportsaison für Gesamt- und Disziplinen-Weltcupgewinner vergeben. Produziert werden die begehrten Trophäen in Bodenmais im Bayerischen Wald. Die große Kugel hat einen Durchmesser von 23 Zentimetern, die gesamte Trophäe ist 46 Zentimeter hoch und wiegt zwölf Kilogramm. Die kleine Kugel kommt bei einer Höhe von 36 Zentimetern auf acht Kilogramm.

Stand: 13.03.2020, 13:04 Uhr

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