Alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo wohl erst 2022

Corona-Krise: Die Lage im Wintersport

Corona-Krise: Die Lage im Wintersport

Alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo wohl erst 2022

Die alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo wird voraussichtlich ein Jahr später als geplant erst im März 2022 stattfinden. Die wichtigsten Meldungen zum Wintersport in der Corona-Krise.

Montag, 25.05.2020

Alpine Ski-WM 2021: Die alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo findet voraussichtlich ein Jahr später als geplant im März 2022 statt. Flavio Roda, Präsident des italienischen Wintersportverbandes, wird den Weltverband FIS am Montag (25.05.2020) bitten, diesem Vorschlag zuzustimmen. Das kündigte der italienische NOK-Chef Giovanni Malago am Sonntag im Gespräch mit dem TV-Sender Rai2 an. Die WM soll demnach aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie erst nach den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking ausgetragen werden. "Es ist eine sehr schmerzhafte Entscheidung, aber eine, die Sinn macht", sagte Malago: "Sollte es im Oktober oder November dieses Jahres noch ein Problem mit dem Coronavirus geben, wäre es unmöglich die Sicherheit aller Beteiligten bei einer WM wenige Monate später zu garantieren." Ursprünglich sollte die WM vom 7. bis 21. Februar 2021 stattfinden. Mit bisher mehr als 32.000 Todesopfern ist Italien eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder.

Freitag, 01.05.2020

Österreich: Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hat seine Trainingsvorbereitung für den kommenden Winter gestartet und seine Athleten sowie Betreuer umfassend auf das Coronavirus getestet. "Die Alpinen im Speziellen werden zweimal getestet", wird ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel in einer Mitteilung zitiert. Um die Skirennläufer und deren Umfeld zu schützen, werden vor der Anreise ins Trainingscamp sowie vor der Abreise sogenannte PCR-Tests gemacht, sagte Schröcksnadel. Die Skirennläufer werden im Rahmen eines Trainingslagers in Kleingruppen trainieren, die Mindestaufenthaltsdauer am Kursort werde acht Tage betragen. Die österreichische Regierung hatte zuletzt eine schrittweise Öffnung der Sportstätten ab 1. Mai beschlossen, der ÖSV wolle alle Vorschriften "penibel" einhalten, so Schröcksnadel. Insgesamt rechne der ÖSV, der zudem mit Experten eine wissenschaftliche Studie zu Antikörper-Tests plant, mit mehr als 1500 Tests.

Montag, 20.04.2020

Bob/Rodeln/Skeleton: Die Kadersportler des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) dürfen wieder trainieren. "Unter Berücksichtigung der Vorgaben und Empfehlungen der Bundes- und Landesbehörden und in enger Abstimmung mit dem medizinischen Betreuerstab des BSD hat der Vorstand seine Maßnahmen zur gemeinsamen Eindämmung des Corona-Virus angepasst", teilte der Vorstand mit: "Ziel ist es, den Kaderathleten trotz der schwierigen Bedingungen einen halbwegs geregelten Trainingsbetrieb zu ermöglichen, damit in den kommenden Wochen alle in eine gute, aber in erster Linie gesunde Saisonvorbereitung starten können."

Samstag, 18.04.2020

Biathlon: Die neue Biathlon-Saison soll nach den Plänen des Weltverbandes IBU am 28./29. November im finnischen Kontiolathi beginnen. Die Weltmeisterschaften im slowenischen Pokljuka sind vom 10. bis 21. Februar 2021 geplant. "Trotz dieser unsicheren Zeiten müssen wir nach vorn schauen und bestmöglich planen", erklärte IBU-Generalsekretär Niklas Carlsson. Man bereite die kommende Saison deshalb ohne Unterbrechungen vor, wisse aber, dass man flexibel bleiben müsse. Unterdessen steht die für August geplante Sommer-Weltmeisterschaft der Biathleten in Ruhpolding weiter auf der Kippe. Nachdem in Deutschland vorläufig noch bis zum 31. August Großveranstaltungen verboten sind, werden von den Veranstaltern verschiedene Optionen durchgespielt. Auch eine Verlegung der ursprünglich für den 20. bis 23. August 2020 geplanten Titelkämpfe in der bayerischen Biathlon-Hochburg auf einen späteren Termin steht zur Diskussion.

Biathlon - eine Saison voller Emotionen Sportschau 14.03.2020 02:29 Min. Verfügbar bis 14.03.2021 Das Erste

Donnerstag, 16.04.2020

Eislaufen: Der Weltverband ISU hat aufgrund der Coronakrise die noch ausstehenden Weltmeisterschaften 2020 abgesagt. Eine Verschiebung der Wettkämpfe sei nicht möglich, hieß es in einem Schreiben der ISU. Die endgültige Absage betrifft die Weltmeisterschaften im Shorttrack (Seoul/geplant 13. bis 15. März), Eiskunstlauf (Montreal/geplant 16. bis 22. März) und im Synchron-Eislauf (Lake Placid/geplant 3. bis 5. April).

Montag, 06.04.2020

Ski: Der Deutsche Skiverband (DSV) hat bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. Die Regelung gilt für alle 154 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DSV GmbH und des DSV e.V. und ist zunächst auf drei Monate befristet.

Dienstag, 31.03.2020

Skispringen: Die abgesagte Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica/Slowenien soll in der zweiten Dezemberhälfte noch vor Weihnachten nachgeholt werden. Das gaben die Organisatoren bekannt. Ursprünglich sollten die Welt-Titelkämpfe vom 19. bis 22. März ausgetragen werden. Die Eintrittskarten sollen ihre Gültigkeit behalten.

No Sports!? Wie kommt der Sport durch die Corona-Krise? - Folge 4 sport inside 22.04.2020 09:04 Min. Verfügbar bis 22.04.2021 WDR

Stand: 25.05.2020, 07:35

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