Biathlon-WM in der Blase - Suche nach dem Teamgeist

Corona-Tests IBU

Vor dem Start in Pokljuka

Biathlon-WM in der Blase - Suche nach dem Teamgeist

Es wird eine besondere Weltmeisterschaft der Biathletinnen und Biathleten. Keine Zuschauer, strenge Corona-Regeln im Hochrisikogebiet in Slowenien und die schon übliche Blase. Wie soll da der nötige Teamgeist aufkommen?

Wenn am kommenden Mittwoch (10.02.2021) die Biathlon-Weltmeisterschaft in Pokljuka startet, werden sich die Athletinnen und Athleten – wie schon im gesamten Weltcup-Winter – in einer Corona-Blase befinden. Denn in Slowenien sind die Infektionszahlen momentan relativ hoch, das Land gilt als Hochinzidenzgebiet. Deshalb sind auch bei der WM keine Zuschauer zugelassen. Sportler, Betreuer, Trainer und Offizielle bilden in der Corona-Blase die rote Gruppe. Diese sollen dem geringstmöglichen Risiko ausgesetzt sein. In diese Blase kommt nur, wer innerhalb der letzten 72 Stunden negativ auf Corona getestet wurde. Beim Einchecken in die "Blase" wird erneut getestet.  

IBU sieht sich gut gerüstet

Der Weltverband verfügt über ein eigenes Labor, das innerhalb von wenigen Stunden die Tests auswertet. Dieses System habe sich während der Weltcups bewährt, erklärte IBU-Kommunikationsdirektor Christian Winkler im Gespräch mit "Chiemgau24.de". Insgesamt habe man im Winter 9.000 Corona-Tests durchgeführt, in 42 Fällen habe es ein positives Ergebnis gegeben. Dies habe oft mit Reiseaktivitäten zusammengehangen. "Die Anzahl der positiven Tests war jeweils vor Beginn eines Trimesters am höchsten. War die Biathlon-Blase einmal geschlossen, kam es kaum noch zu positiven Fällen." Darauf setzt man nun auch in Pokljuka.

Eigene Unterkunft für deutsches Team

Deutsche Biathletinnen bei der WM-Vorbereitung

Um sich abzuschirmen, hat das deutsche Team in Bled eine Unterkunft für sich ganz alleine und zudem ein eigenes Konzept für die Hygiene. Die Sportler bekommen jeweils Einzelzimmer. Außerdem hat die Mannschaft eigene Köche dabei. Aber die Corona-Beschränkungen haben auch weniger positive Auswirkungen, wie auch Denise Herrmann bereits festgestellt hat. "Es ist unter den Corona-Richtlinien schon schwieriger, diesen Teamgeist auszuleben. Wir sitzen an den Tischen immer sehr weit auseinander und immer mit denselben Personen. Wir versuchen dennoch das Beste daraus zu machen", so die Sächsin. Das Beste wäre, gleich am Mittwoch (10.02.2021) eine Medaille in der Mixed-Staffel zu gewinnen.

Alles möglich bei Mixed-Staffel

Frauen-Trainer Kristian Mehringer weiß, dass dort alles möglich ist: "Mixed-Staffeln sind immer sehr eng, weil jede Nation hochklassige Sportler stellt, von Platz 1 bis 10 kann da alles möglich sein." Von Vorteil könnte für die deutschen Farben sein, dass die Männer diesmal die ersten beiden Positionen besetzen. "Ich denke, das kommt uns entgegen, denn in den Damen-Staffeln haben wir gezeigt, dass die Positionen gut besetzt sind." Bei der letzten WM in Antholz reichte es für Herrmann, Franziska Preuß, Arnd Peiffer und Benedikt Doll nicht ganz zu einer Medaille. Beim Sieg der Norweger wurde es der vierte Platz.

rei | Stand: 08.02.2021, 10:22

Darstellung: