Heim-Weltcup in Oberhof ohne Lesser - Hildebrand kehrt zurück

Biathlon-Weltcup: Oberhof ist präpariert Morgenmagazin 09.01.2020 01:31 Min. Verfügbar bis 09.01.2021 Das Erste

Biathlon-Weltcup

Heim-Weltcup in Oberhof ohne Lesser - Hildebrand kehrt zurück

Paukenschlag vor dem Heim-Weltcup der Biathleten in Oberhof: Erik Lesser wurde nicht für die Wettbewerbe in der Rennsteig-Arena nominiert. Bei den Frauen kehrt Franziska Hildebrand nach dreiwöchiger Trainingspause zurück.

Die deutschen Biathleten bestreiten den Heim-Weltcup ab Donnerstag in Oberhof ohne Erik Lesser (Frankenhain). Der 31 Jahre alte Doppel-Weltmeister von 2015 wurde von Bundestrainer Mark Kirchner nicht nominiert, er wird stattdessen beim zweitklassigen IBU-Cup in Osrblie/Slowakei an seiner Form feilen. "Erik hat, auch aufgrund von gesundheitlichen Problemen, nicht die Leistungen gebracht, die wir von ihm erwarten", sagte Kirchner.

Lokalmatador Lucas Fratzscher rückt nach

Der Bundestrainer berief als Ersatz für den dreimaligen Olympia-Medaillengewinner Lokalmatador Lucas Fratzscher ins Team für Oberhof. "Lucas steht in der IBU-Cup-Gesamtwertung auf Platz eins und war dementsprechend der Beste im ersten Trimester im IBU-Cup", sagte Kirchner. Gesundheitlich seien die Männer "alle mehr oder weniger gut ins neue Jahr gekommen", fügte Kirchner an und meinte zum aktuellen Stand: "Soweit sind jetzt alle wiederhergestellt und konnten in den letzten Tagen gut trainieren."

Kirchners Zielvorgabe für die vier Tage von Oberhof: "Heim-Weltcups sind immer etwas Besonderes. Dort wollen wir an entsprechende Leistungen gerade aus Frankreich - mit der Siegleistung von Benni und Anschlussleistungen in den Top-10, Top-15 - anknüpfen und vor heimischer Kulisse die Top-6 ins Visier nehmen."

Hildebrand kehrt zurück - Preuß fällt definitiv aus

Bei den Frauen kommt Franziska Hildebrand zurück ins Team. Sie hatte zuletzt eine dreiwöchige Trainingsphase eingelegt. Dafür wird Franziska Preuß definitiv nicht an den Start gehen. Trotz überstandener Nasennebenhöhlentzündung, die sie zwei Wochen außer Gefecht setzte, wird sie auch am Sonntag im Massenstart nicht starten. Erst eine Woche später in Ruhpolding "sollte es wieder passen", sagte Damen-Coach Florian Steirer.

Herrmann muss Ruhe bewahren

Die größten Hoffnungen ruhen einmal mehr auf Denise Herrmann. Nach guten Trainingstagen in Davos und Ruhpolding, nur unterbrochen von der World Team Challenge auf Schalke, ist sie für Oberhof zuversichtlich: "In Ruhpolding konnte ich noch an meiner Schießform feilen. Ich hoffe, dass ich bei den Heim-Weltcups an meine Ergebnisse aus Frankreich anknüpfen kann."

Läuferisch und charaktermäßig sei Herrmann die Führungsperson im Team, beim Schießen tue sie sich aber derzeit noch etwas schwer, "fällt ab und zu noch in Muster: ich muss, ich will, ich zeige es allen, und dann kann der Schuss nach hinten losgehen wie bei der Staffel in Hochfilzen." Da fuhren die Damen den historisch schlechten Platz zwölf ein. Und Herrmann schoss drei Strafrunden. "Hier in Oberhof ist der Eindruck sehr gut. Das Wichtigste ist, dass sie am Schießstand Ruhe bewahrt", sagte Steirer.

Der Weltcup in Oberhof beginnt am Donnerstag mit dem Sprint der Frauen, am Freitag folgt der Sprint der Männer. Nach den Staffeln am Samstag schließen die beiden Massenstartrennen (alle ARD) am Sonntag die Veranstaltung am Grenzadler ab.

Das deutsche Aufgebot für Oberhof

Männer:

  • Benedikt Doll (Breitnau),
  • Lucas Fratzscher (Oberhof),
  • Philipp Horn (Frankenhain),
  • Johannes Kühn (Reit im Winkl),
  • Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld),
  • Simon Schempp (Uhingen)

Frauen:

  • Marion Deigentesch (Oberteisendorf),
  • Maren Hammerschmidt (Winterberg),
  • Denise Herrmann (Oberwiesenthal),
  • Janina Hettich (Schönwald),
  • Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld),
  • Vanessa Hinz (Schliersee)

wp/sid | Stand: 08.01.2020, 15:49

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