Deutsche Biathleten mit positivem Fazit nach durchwachsener Saison

Biathlon - eine Saison voller Emotionen Sportschau 14.03.2020 02:29 Min. Verfügbar bis 14.03.2021 Das Erste

Saison 2019/20

Deutsche Biathleten mit positivem Fazit nach durchwachsener Saison

Die deutschen Biathleten dürfen nach dem turbulenten WM-Winter ein positives Fazit ziehen. Vor allem die Frauen um Denise Herrmann und Franziska Preuß beeindruckten ein ums andere Mal.

Die deutschen Biathleten verabschiedeten sich mit einem positiven Gefühl in die lange Sommerpause. Denise Herrmann war nach dem turbulenten WM-Winter "unter dem Strich sehr zufrieden", Franziska Preuß gab der Saison sogar die "Note 2".

Medaillen bei Biathlon-WM

"Hinten raus haben wir uns in geballter Teamstärke präsentiert. Die WM war ein richtiger Push", sagte Verfolgungs-Vizeweltmeisterin Herrmann im Ersten. Vanessa Hinz sah es ähnlich: "Die WM war ein Highlight, davor und danach war es ein wenig holprig", bilanzierte die 27-Jährige, die in Antholz etwas überraschend Einzel-Silber gewonnen hatte.

Denise Herrmann als Aushängeschild

Herrmann war in diesem Winter das Aushängeschild des Deutschen Skiverbandes (DSV): Die ehemalige Langläuferin holte drei Weltcupsiege, gewann die kleine Kristallkugel im Sprint und führte die Staffel zu WM-Silber. Beim vorgezogenen Saisonfinale im finnischen Kontiolahti gab es zudem noch einen Doppelsieg durch Herrmann und Preuß im Sprint.

Denise Herrmann und Franziska Preuß

Franziska Preuß und Denise Herrmann

Hochfilzen-Debakel aufarbeiten

Ausruhen will sie sich dennoch nicht auf dem Erreichten. Es wartet viel Arbeit: "Wir haben noch ein bisschen was zu tun", so Herrmann. Das historische Debakel von Hochfilzen bei der zweiten Weltcup-Station im Dezember ist nicht vergessen - im Sprint hatte es keine DSV-Athletin in die Top 40 geschafft, in der Staffel erreichten die Skijägerinnen nur Platz zwölf.

Nur ein Weltcupsieg bei den Männern

Die Männer mussten sich beim Saisonhöhepunkt mit Bronze in der WM-Staffel begnügen, Benedikt Doll gewann als einziger deutscher Skijäger im Sprint von Annecy-Le Grand Bornand/Frankreich ein Weltcuprennen. "Der achte Platz im Gesamtweltcup kann sich sehen lassen", sagte Doll dennoch zufrieden. Auch Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer lief in diesem Winter zweimal aufs Podium, in Kontiolahti freute er sich nach Platz fünf in der Verfolgung über einen "ordentlichen Abschluss der Saison", der als Mutmacher für den nächsten Winter taugt.

Staffel Männer: Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer, Philipp Horn (v.l.)

Staffel Männer: Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer, Philipp Horn (v.l.)

Abschlussfeier und Durchschnaufen

Davor bleibt aber noch etwas Zeit zum Durchschnaufen. Hinz kündigte sogar noch eine kleine Abschlussfeier an: "Man soll ja ein bisschen desinfizieren, das werden wir auch von innen heraus machen", sagte sie mit einem Augenzwinkern.

Thema in: Wintersport im Ersten, 14.03.2020, Ab 13.45 Uhr

ten/dpa/sid | Stand: 15.03.2020, 13:00

Darstellung: