Eishockey-Saison beginnt nicht vor November

DEL: Alle Klubs bekommen die Lizenz

Die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga wird wie erwartet nicht vor November starten. Darauf einigten sich die 14 Klubs, teilte die DEL am Donnerstag (09.07.2020) mit. Alle Teams haben die Lizenz für die kommende Saison erhalten.

Ursprünglich sollte die neue Eishockey-Saison am 18. September starten, doch der Termin wird um mindestens sechs Wochen verschoben. Hintergrund der Entscheidung seien die weiterhin bestehenden behördlichen Verbote für Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober, heißt es.

Durch späteren Start Zuschauer möglich?

"Das ist einerseits eine ganz bittere Nachricht für die Klubs sowie deren Partner und Fans. Andererseits gewinnen wir so wertvolle Zeit", sagte der DEL-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Arnold. "So können wir mit Unterstützung der Politik vielleicht ab November wieder vor Zuschauern Eishockey spielen."

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke bekräftigte Arnolds Wunsch. "Unser Ziel ist, dass wir im November wieder vor Zuschauern spielen können."

Lizenz für alle Klubs trotz Corona-Pause

Die Lizenzierung aller Klubs sei hingegen "ein wichtiges Zeichen, und ich möchte allen Klubs für die Arbeit danken", sagte Arnold weiter. "Die diesjährige Prüfung war in Zeiten von Corona so anspruchsvoll wie nie zuvor". Es habe sich dabei "die große Solidarität und der Zusammenhalt unserer Partner, Spieler und Mitarbeiter in Liga und Klubs gezeigt." Der Blick gehe jetzt nach vorne.

Spielmodus mit kleinen Anpassungen

Die DEL plant weiterhin mit 52 Hauptrundenspielen, aber einem "leicht angepassten" Playoff-Modus: Ab dem Viertelfinale soll im Best-of-Five statt im Best-of-Seven-Modus gespielt werden. Sobald das Datum für den Saisonstart konkretisiert werden könne, soll der Spielplan für die neue Saison veröffentlicht werden.

Spieler verzichten auf Gehalt

Die DEL hatte die Kubs für die Lizenzvergabe zur Reduzierung der Spielergehälter aufgefordert. Die Zusatzvereinbarung sieht vor, dass 25 Prozent des vereinbarten Gehalts von einer garantierten zu einer variablen, an den Gesamtumsatz des Klubs gekoppelten Zahlung werden. Hinter den Kulissen hatte dies bei Spielern für Empörung gesorgt, die Gespräche erwiesen sich als schwierig.

Die Saison 2019/20 hatte die DEL am 10. März aufgrund der Corona-Pandemie ohne Meister vor Beginn der Playoffs abgebrochen.