Tennis-Masters-Turnier

Zwei Matchbälle vergeben: Zverev in Indian Wells raus

Alexander Zverev ist beim Masters in Indian Wells überraschend im Viertelfinale gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz ausgeschieden.

Der Weltranglistenvierte verlor zum Ende der Partie völlig den Faden, vergab zwei Matchbälle und unterlag dem Kalifornier 6:4, 3:6, 6:7 (3:7).

Gegen die Nummer 39 der Weltrangliste war es für Alexander Zverev die erst zweite Niederlage seit dem Wimbledon-Aus im Frühsommer. Seither hatte er nur bei den US-Open gegen Novak Djokovic verloren.

Taylor Fritz trifft im Halbfinale nun auf Nikolos Bassilaschwili. Der Georgier hatte zuvor unerwartet gegen den Weltranglistendritten Stefanos Tsitsipas aus Griechenland 6:4, 2:6, 6:4 gewonnen.

Zverev: "Das tut weh"

Im anderen Halbfinale des mit 8,76 Millionen US-Dollar dotierten Hartplatzturniers in Kalifornien stehen sich der Bulgare Grigor Dimitrow und Cameron Norrie aus Großbritannien gegenüber.

"Ich wusste, nach Stefanos Niederlage heute Morgen war ich so etwas wie der Favorit auf den Turniersieg. Aber mein Tennis war einfach nicht da", sagte Zverev. "Das tut weh."

Zverev ärgert sich über Zuschauer

Nach Schwierigkeiten vor allem im zweiten Satz holte sich Zverev im letzten Satz das Break zum 2:0 und hatte mit diesem Vorsprung wieder mehr Kontrolle über die Partie. Als Fritz allerdings beim Stand von 5:2 den ersten, wenig später bei Zverevs Aufschlag auch den zweiten Matchball abwehrte und dann auch noch zum 5:5 ausglich, wurde es sehr zur Freude der Fans im zweitgrößten Tennis-Stadion der Welt noch einmal richtig spannend.

Ärger über Zuschauer

Zverev gefiel das Verhalten einiger Zuschauer dabei gar nicht. "Auf der einen Seite waren ein paar, die immer zwischen erstem und zweiten Aufschlag geredet haben und nicht so schöne Dinge gesagt haben. Da habe ich dann irgendwann gesagt, okay, dritter Satz Tiebreak, seid wenigstens respektvoll", berichtete er. Gebracht hat es nichts. "Den Tiebreak hat er sensationell gespielt, da habe ich nicht viele Chancen gehabt", sagte Zverev über Fritz' Leistung.

Asarenka und Badosa im Finale

Bei den Frauen bestreiten die frühere Weltranglistenerste Viktoria Asarenka und Paula Badosa das Endspiel.

Asarenka (Belarus) setzte sich in ihrem Halbfinale gegen Jelena Ostapenko (Lettland) 3:6, 6:3, 7:5 durch. Die Spanierin Badosa, die im Viertelfinale Angelique Kerber geschlagen hatte, gewann gegen Ons Jabeur (Tunesien) 6:3, 6:3. Die 32 Jahre alte Asarenka spielt um ihren 22. Titel auf der WTA-Tour und den ersten in dieser Saison.

Nach ihrem Sieg vor neun Jahren steht sie zum zweiten Mal im Endspiel in der kalifornischen Wüste. Badosa (23) hat in ihrer Karriere bislang nur in diesem Jahr beim Turnier in Belgrad triumphiert. Durch ihre Erfolge in Indian Wells klettert sie ab Montag in der Weltrangliste erstmals unter die Top 20.