Schwimm-EM: Wasserspringer Hausding gewinnt Gold

Patrick Hausding

Titelkämpfe in Budapest

Schwimm-EM: Wasserspringer Hausding gewinnt Gold

Patrick Hausding hat bei den Schwimm-Europameisterschaften in Budapest Gold im Kunstspringen gewonnen. Zuvor hatten Tina Punzel und Lou Massenberg im Doppel Silber geholt.

Rekordeuropameister Patrick Hausding bleibt eine Klasse für sich. Zwei Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio schraubte Hausding seine Bestmarke an EM-Titeln am Mittwoch (12.05.2021) auf 16 hoch. Gold im Kunstspringen vom Ein-Meter-Brett ließ Deutschlands besten Wasserspringer über die insgesamt 35. Medaille bei Europameisterschaften jubeln.

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Performance. Ich habe meinen Titel verteidigen können", sagte Hausding. Nach der langen Corona-Pause sei das "ein riesiger Erfolg". Er siegte in der nicht-olympischen Disziplin mit 427,75 Punkten klar vor dem Briten Jack Laugher, der auf 402,90 Punkte kam. Der zweimalige Olympia-Medaillengewinner Hausding blickt seinen vierten und letzten Olympischen Spielen entgegen. Ob Budapest seine letzte EM ist, ist offen.

DSV startet erfolgreich in die Schwimm-EM

Sportschau 13.05.2021 00:45 Min. Verfügbar bis 13.05.2022 ARD Von Lars Becker


Punzel und Massenberg holen Silber

Wenige Stunden zuvor hatten sich Tina Punzel und Lou Massenberg über Silber im Mixed-Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett freuen dürfen. Das Duo aus Dresden und Berlin lag bei den Titelkämpfen in Ungarn im Mixed-Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett mit 294,27 Punkten knapp hinter Chiara Pellacani und Matteo Santoro aus Italien mit 300,69 Punkten. Bronze ging an Witalia Korolewa und Ilja Molchanow aus Russland.

Von Euphorie keine Spur

"Es war nicht unsere beste Leistung, aber es war okay", sagte Punzel, die vor allem mit ihren Eintauchphasen nicht zufrieden war: "Da hat es etwas zu viel gespritzt."

Für Punzel und Massenberg war es die zweite Medaille in Ungarn. Zum EM-Auftakt hatten sie im Mixed-Teamspringen zusammen mit Patrick Hausding und Christina Wassen Bronze geholt.

Synchronschwimmerinnen Bojer/Zimmer auf gutem zehnten Platz

Die Synchronschwimmerinnen Marlene Bojer und Michelle Zimmer haben am Donnerstag im Duett in der Technischen Kür den zehnten Platz belegt. Das ist das beste EM-Abschneiden eines deutschen Duetts in der noch jungen Geschichte dieser Disziplin als eigenständiger Wettbewerb. Das neuformierte Duo Bojer/Zimmer kam auf 82,6499 Punkte.

Gold ging wie erwartet an die Russinnen Swetlana Kolesnischenko/Swetlana Romaschina (96,2904). "Wir sind sehr zufrieden mit unserem Auftritt", sagte Bojer: "Wir wissen aber auch, dass wir einige Elemente noch präziser und höher machen können. Doch wir sind auf einem guten Weg und können uns bis zur Olympia-Qualifikation in vier Wochen weiter steigern." Mitte Juni werden in Barcelona die letzten Tokio-Tickets vergeben.

Olympiasiegerin Van Rouwendaal gewinnt nächsten EM-Titel

Im Freiwasser präsentiert sich Sharon van Rouwendaal gut zwei Monate vor den Sommerspielen in Tokio in bestechender Form. Nach ihrem Sieg über fünf Kilometer gewann die 27 Jahre alte Niederländerin am Donnerstag in Budapest auch über die olympische Zehn-Kilometer-Strecke EM-Gold. Sie siegte nach 1:59:12,7 Stunden im Sprint hauchdünn vor Anna Olasz aus Ungarn und der Italienerin Rachele Bruni. Die Würzburgerin Lea Boy belegte Rang 16.

Die deutschen Olympia-Starterinnen waren nicht dabei. Finnia Wunram hatte ihre EM-Teilnahme wegen Krankheit vorher bereits abgesagt. Leonie Beck, die über fünf Kilometer als Fünfte angeschlagen hatte, fühlte sich am Donnerstag nach Verbandsangaben nicht gut.

dpa | Stand: 13.05.2021, 13:00

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