Schwimm-EM: Klenz' Enttäuschung, und wieder ein Weltrekord

Ramon Klenz enttäuscht

Schwimm-EM in Ungarn

Schwimm-EM: Klenz' Enttäuschung, und wieder ein Weltrekord

Ramon Klenz hat bei der Schwimm-EM bei einem weiteren Weltrekord des Russen Kliment Kolesnikow nicht für eine überraschende Endlauf-Teilnahme sorgen können. Der Berliner belegte am Dienstag (18.05.2021) in Ungarn im Halbfinale über 200 Meter Schmetterling in 1:58,26 Minuten Rang 16. Er blieb klar über seiner Saisonbestleistung von 1:56,64 Minuten, die er bei der Olympia-Qualifikation in Berlin vor einem Monat erreicht hatte.

Hinter Klenz liegen bewegende Wochen. Da war zuerst die Corona-Zwangspause im Januar, und dann zerstörte ein Autounfall nur wenige Tage vor dem entscheidenden Qualifikationsrennen Mitte April seinen Traum von Olympia. Beim Einparken hatte ihn ein Kleinwagen erfasst, durch den heftigen Zusammenstoß erlitt der Berliner ein Schleudertrauma und Prellungen im Nacken- und Schulterbereich.

Kolesnikow erneut mit Weltrekord

Anders als viele Topnationen hat der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) nur zwei Olympia-Starter nach Budapest geschickt. Marco Koch, Weltmeister von 2015, startet am Mittwoch über 200 Meter Brust. Außer Koch ist von den deutschen Olympia-Teilnehmer nur noch Lucas Matzerath dabei. Top-Athleten wie Weltmeister Florian Wellbrock bereiten sich abseits der EM weiter auf die Spiele vor.

International sieht das anders aus, für viele ist Budapest wichtige Zwischenstation auf dem Weg nach Tokio. Der 20- Jahre alte Russe Kliment Kolesnikow schlug bei seinem Sieg über 50 Meter Rücken nach 23,80 Sekunden an und verbesserte damit seinen am erst Tag zuvor aufgestellten Weltrekord um weitere 13 Hundertstel. Marek Ulrich hatte auf Rang neun den Endlauf verpasst.

Auch Adam Peaty in Topform

Olympiasieger und Weltmeister Adam Peaty aus Großbritannien präsentierte sich zwei Monate vor den Sommerspielen ebenfalls schon in Top-Form. Der 26-Jährige gewann über 100 Meter Brust in 57,66 Sekunden.

In Abwesenheit der schwedischen Olympiasiegerin Sarah Sjöström, die sich bei einem Sturz im Winter den Ellenbogen gebrochen hatte, siegten die Französin Marie Wattel und die Griechin Anna Ntountounaki zeitgleich in 57,37 Sekunden über 100 Meter Schmetterling. Die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo gewann über 50 Meter Freistil in 23,97 Sekunden.

Quadarella verteidigt Titel

Über 800 Meter Freistil verteidigte die Italienerin Simona Quadarella ihren Titel. In der Weltrangliste war sie bislang direkt vor der deutschen Topschwimmerin Sarah Köhler auf Rang sechs platziert. In 8:20,23 Minuten rückte sie nun aber weiter vor, nur die Amerikanerin Katie Ledecky war in diesem Jahr schneller. In der Mixed-Staffel über 4 x 200 Meter Freistil gewann das Quartett aus Großbritannien. Titelverteidiger Deutschland war nicht am Start.

sid/dpa/red | Stand: 18.05.2021, 20:17

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