Schwamm Weltrekord über die 100 Meter Freistil: David Popovici

Schwimm-EM in Rom Popovici schwimmt Weltrekord, Märtens holt Silber

Stand: 13.08.2022 21:08 Uhr

Der Rumäne David Popovici ist bei der EM in Rom Weltrekord über 100 Meter Freistil geschwommen. Lukas Märtens gewann Silber über 800 Meter Freistil.

Der 17-jährige Popovici schlug am Samstag (13.08.2022) bei seinem Sieg im Finale nach 46,86 Sekunden an und war damit fünf Hundertstelsekunden schneller als César Cielo bei seiner alten Bestmarke. Der Brasilianer hatte den Rekord seit der WM 2009 gehalten. 

Popovici wurde nach seinem Erfolg von den Fans am Freiluftbecken im Foro Italico mit Sprechchören gefeiert. Bislang hatte es bei dieser EM noch keinen Weltrekord gegeben.

Lars Becker, Sportschau, 13.08.2022 21:26 Uhr

Märtens nur hinter Paltrinieri

Vizeweltmeister Lukas Märtens gewann Silber über 800 Meter Freistil. Er schlug im Endlauf nach 7:40,86 Minuten an. Gold ging an den fünfmaligen Weltmeister Gregorio Paltrinieri aus Italien (7:7:42,65). Bronze holte sein Landsmann Lorenzo Galossi (7:43,37). "Ich bin superglücklich", sagte der 20-Jährige. "In so einem Feld muss man sich erstmal behaupten und das habe ich geschafft."

Christina Graf, Sportschau, 13.08.2022 20:50 Uhr

Titelverteidiger Michailo Romantschuk, der wegen des Krieges in seiner ukrainischen Heimat mit Märtens und Olympiasieger Florian Wellbrock trainiert, wurde nur Vierter (7:45,03). Sven Schwarz (Hannover/7:47,36) belegte Platz fünf. Märtens hatte bei der WM in Budapest vor sieben Wochen Silber über 400 Meter Freistil gewonnen, auf dieser Strecke rechnet er sich auch in Rom gute Medaillenchancen aus. Wellbrock verzichtete auf einen Start im 800-Meter-Rennen, weil er nach einer Corona-Infektion noch nicht wieder in Topform ist.

Gose nach Silber über 800 Meter auch über 200 Meter im Endlauf

Isabel Gose zog nach dem Gewinn der Silbermedaille über 800 Meter Freistil auch souverän in den Endlauf über 200 m ein. Die 20-Jährige aus Magdeburg schlug nach 1:57,70 Minuten als Halbfinalzweite an. "Es war der Plan, so eine Zeit zu schwimmen, alles super", sagte Gose.

Lagenschwimmerin Zoe Vogelmann belegte den geteilten siebten Platz über 400 Meter. Die 18-Jährige schlug nach 4:49,38 Minuten an und war damit genauso schnell wie Katie Shanahan aus Großbritannien. Den Sieg sicherte sich die Ungarin Viktória Mihályvári-Farkas vor ihrer Landsfrau Zsuzsanna Jakabos. Bronze ging an Freya Colbert aus Großbritannien.

Isabel Gose hat den deutschen Schwimmern bei der EM in Rom die erste Medaille beschert. 

Synchronschwimmen: Bojer und Zimmer mit bestem deutschen EM-Ergebnis

Nach Platz sieben im Solo hat Synchronschwimmerin Marlene Bojer im Duett mit Michelle Zimmer bei der EM in Rom eine weitere deutsche Bestleistung erzielt. Das Duo aus München und Berlin kam in der Freien Kür mit 83,6667 Punkten auf Rang acht, die beste deutsche Platzierung bei einer EM in dieser Disziplin. Gold ging an Maryna und Wladyslawa Alexijiwa aus der Ukraine.