Netzhoppers vor Volleyball-Playoffs Der Außenseiter glaubt an die eigene Stärke

Stand: 18.03.2022 13:18 Uhr

In den Playoffs der Volleyball-Bundesliga müssen die Netzhoppers KW-Bestensee beim Spitzenteam in Düren antreten. Trotz Verletzungssorgen ist eine Überraschung möglich, glaubt Trainer Tomasz Wasilkowski.

Nach einer Spielpause von fast drei Wochen beginnen für die Netzhoppers KW-Bestensee am Sonntag die Playoffs. Als klarer Außenseiter reist die Mannschaft des polnischen Trainers Tomas Wasilkowski zum Auftakt der Best-of-Three-Serie zum Tabellenzweiten SWD powervolleys Düren.

Mit Verletzungssorgen zum Volleys-Bezwinger

"Als Sportler fährst du nicht dorthin, um zu verlieren. Wir wollen gewinnen, obwohl Düren natürlich der große Favorit ist in diesem Duell", gibt sich Coach Wasilkowski im Gespräch mit rbb|24 kämpferisch. Der Optimismus bei den Netzhoppers wird jedoch getrübt durch Verletzungssorgen. Mittelblocker Yannick Goralik klagte schon beim letzten Zwischenrundenspiel der Mannschaft bei den Volleys Herrsching (0:3) über Beschwerden im Sprunggelenk. "Für ihn dürfte die Saison beendet sein", sagte Teammanagerin Britta Wersinger der Deutschen Presse-Agentur.
 
Außenangreifer Theo Timmermann, wie Goralik eine wertvolle Stütze des Teams, schlägt sich aktuell mit Schmerzen in der Achillessehne herum, sein Einsatz gegen Düren ist fraglich. Es wäre ein herber Verlust für die Netzhoppers, die mit Düren auf einen Gegner treffen, der in dieser Saison als einziger in der Volleyball-Bundesliga den Spitzenreiter und Titelverteidiger BR Volleys bezwingen konnte.

Das Hoffen auf die Überraschung

Der Respekt vor dem Gegner ist also sicher da bei den Netzhoppers, aber das Vertrauen in die eigene Stärke auch. "Wir wollen unser Spiel einfach machen und hoffen, dass wir das Glück auf unserer Seite haben", sagt Libero Gian-Luca Berger und betont, dass Düren zuletzt viele Corona-Ausfälle zu beklagen hatte. Darum wisse man nicht, mit welcher Mannschaft sie auflaufen werden. "Wir als Underdog werden alles geben, um einen Sieg zu holen. Vielleicht gelingt uns eine Überraschung", hofft Routinier Kamil Ratajczak auf das perfekte Spiel seines Teams.
 
Ratajczak und Berger werden auf der Position des Liberos enorm gefordert sein. Denn Düren schlägt sehr gut auf, wodurch die Annahmespieler ein äußerst wichtiger Faktor im Spiel der Netzhoppers sein werden, um dann über Zuspieler Mario Schmidgall den stärksten Diagonalangreifer des Teams, den Amerikaner Branden Rattay, ins Spiel zu bringen. "Der Schlüssel zum Sieg wird sein, dass wir unser Spiel, unser System durchbringen", sagt Coach Wasilkowski.
 
Das funktionierte zuletzt nicht immer. Nach zu vielen Fehlern unterlagen die Netzhoppers im letzten Zwischenrundenspiel vor den Playoffs in drei knappen Sätzen den Volleys Herrsching mit 0:3.

Im Halbfinale könnte es zum Derby kommen

In Düren muss alles passen, wollen die Wasilkowski-Schützlinge tatsächlich die Überraschung schaffen. Das Rückspiel in der Landkost-Arena in Bestensee (Dahme-Spreewald) wird am kommenden Donnerstag (24. März, 19:00 Uhr) mit Zuschauern ausgetragen. Sollte noch eine dritte Partie notwendig sein, dann wird diese am Sonntag (27. März, 17:30 Uhr) wieder in Düren gespielt.
 
Und sollten die Netzhoppers tatsächlich für das Halbfinale erreichen, könnte es dort zum Berlin-Brandenburg-Derby gegen die BR Volleys kommen, die in ihrer Serie gegen die Grizzlys Giesen mit 1:0 führen.

Sendung: rbb UM6, 19.03.2022, 18 Uhr