Patrick Wiencek vom THW Kiel erzielt ein Tor.

Handball | Champions League THW Kiel nach Remis in Paris dem Final Four nah

Stand: 12.05.2022 11:45 Uhr

Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat sich am Mittwochabend im Viertelfinale der Champions League eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel verschafft. Die "Zebras" erreichten bei Paris Saint-Germain ein 30:30 (16:14).

Von Christian Görtzen

Am 19. Mai kommt es zum Aufeinandertreffen in heimischer Arena. Vor einem Jahr hatte Kiel gegen denselben Gegner im Viertelfinale noch das Nachsehen gehabt. Dieses Mal könnte es anders kommen - die Basis für das Erreichen des Turniers in Köln (18. und 19. Juni) hat der THW zumindest gelegt. Anders als die SG Flensburg-Handewitt, die zu Hause gegen den FC Barcelona verlor.

Kieler mit starkem Auftakt

Die Partie in der französischen Hauptstadt begann mit einer viertelstündigen Verspätung. Ein PSG-Ultra war von der Tribüne gestürzt und hatte dabei einen Menschen unter sich begraben. Beide wurden von Rettungssanitätern versorgt.

Kiel ließ sich durch die Wartezeit nicht aus der Konzentration bringen. Der frischgekürte DHB-Pokalsieger begann vor 3.000 Zuschauern enorm stark und führte schnell mit 5:1 gegen den PSG, der am vergangenen Wochenende die achte französische Meisterschaft in Folge eingefahren hatte. Niklas Landin war sofort ein starker Rückhalt, und vorne wurden die Chancen konsequent genutzt.

Nach einer guten Viertelstunde aber fand das Star-Ensemble um den niederländischen Spielmacher Luc Steins besser in die Partie. Erleichtert wurde es ihnen durch einige Ungenauigkeiten der Kieler. Die Folge: In der 22. Minute war es um die Führung des THW geschehen, es hieß 12:12.

Doch die Norddeutschen hielten dagegen. In Person von Hendrik Pekeler etwas zu robust - er kassierte wenig später seine zweite Zeitstrafe. Insgesamt war das Jicha-Team aber wieder sehr präsent und ging mit einer 16:14-Führung in die Kabine.

Paris Saint-Germain - THW Kiel 30:30 (14:16)

Tore Paris: Remili (8/2), Syprzak (7/4), Steins (5), Grebille (3), Nikola Karabatic (2), Kounkoud (2), Kristopans (1), Sole Sala (1), Toft Hansen (1)
Tore Kiel: Sagosen (6), Pekeler (5), Dahmke (3), Ekberg (3/3), Wiencek (3), Zarabec (3), Duvnjak (2), Reinkind (2), Weinhold (2) Magnus Landin (1)
Zuschauer: 3.000

So gut, wie sie im ersten Durchgang angefangen hatten, legten sie auch im zweiten Abschnitt los. Es gelang gleich mal ein 3:0-Lauf, Rune Dahmke sorgte für das 19:14 (34.). Aber wieder gab es auch die Parallele, dass der Vorsprung schnell verspielt wurde. Beim Stand von 21:21 (45.) nahm Jicha eine Auszeit, um die Sinne seiner Spieler wieder zu schärfen.

Mit Erfolg. Sein Mannschaft behielt in der hitzigen Schlussphase die Nerven. Pekeler sorgte für das 29:28 (58.). Ein Sieg war möglich, doch auch mit dem Remis haben die Kieler alles in der Hand. Erfolgreichster THW-Spieler war Sander Sagosen mit sechs Toren.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 11.05.2022 | 23:03 Uhr