ZFC Meuselwitz - Berliner AK

Fußball | Regionalliga ZFC Meuselwitz glänzt, wankt und schlägt den BAK spät

Stand: 07.04.2024 15:48 Uhr

Was nach einer starken ersten Halbzeit wie ein Spaziergang aussah, entwickelte sich zu einem echten Nervenkrimi. Dabei verspielte der ZFC fast den sicher geglaubten Sieg, schlug in der Schlussphase dann aber zurück.

Der ZFC Meuselwitz hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Beim 4:2 gegen Schlusslicht Berliner AK lieferten die Thüringer in Halbzeit eins eine sehr gute Vorstellung ab, verspielten dann fast die drei Punkte und retteten dann doch noch den Sieg ins Ziel.

Starke erste Halbzeit, klare Führung

Nach der frohen Kunde der Vertragsverlängerungen auch mit Cheftrainer Georg-Martin Leopold wollten die Meuselwitzer auch im Kampf um den Ligaverbleib einen Big Point landen. Dabei mussten sie gegen Schlusslicht Berliner AK auf Stürmer Christoph Pauling kurzfristig verzichten, der erkrankt ausfiel. Das Spiel bestimmten die Gastgeber von Beginn an, versuchten es mit schnellen Angriffen über die Außen. Und hatten nach 18 Minuten erstmals Erfolg. Nach einer weiten Linksflanke schnappte sich Johannes Pistol den Ball, schlug einen Haken und netzte aus 16 Metern flach ein.

Vier Minuten später klingelte es erneut, nach einer schönen Kombination. Andy Trübenbach brachte den Ball scharf von rechts und Florian Hansch köpfte aus fünf Metern ein. Mit der Führung im Rücken ließ der ZFC die Gäste etwas kommen. Und der Berliner AK hatte in der 35. Minute die Anschlusschance, Felix Pilger scheiterte per Kopf aber am stark reagierenden ZFC-Keeper Lukas Sedlak. Auf der Gegenseite verpasste Trübenbach volley das dritte Tor.  

ZFC Meuselwitz - Berliner AK

Meuselwitz glänzte in Halbzeit eins mit schnellem Umkehrspiel.

BAK kommt zurück - ZFC steht wieder auf

Doch irgendwie fühlten sich die Gastgeber zu sicher und bekamen in der 50. Minute die Quittung, als Nicolo Avellino nach einer Ecke verkürzte. Jetzt war die Unsicherheit wieder da und auch nach dem Platzverweis für Berlins Oliver Schindler (Tritt in die Beine von Nils Schätzle) blieb es ein Ritt auf der Rasierklinge. Nachdem ein Konter mit vier Meuselwitzern schlecht ausgespielt wurde, klingelte es dann erneut im ZFC-Kasten. Hendrik Wurr zimmerte einen 28-Meter-Freistoß ins linke untere Eck. Der Ausgleich aus dem Nichts! Zum Glück bewies Coach Leopold ein goldenes Händchen, wechselte mit Michel Ulrich den Sieg ein. Nach einer Trübenbach-Eingabe macht der Stürmer in der 86. Minute das Ding aus fünf Metern. Und mit dem Schlusspfiff durfte dann auch noch Luis Fischer jubeln, nach einem gut ausgespielten Konter.

ZFC Meuselwitz - Berliner AK

Nach dem Wechsel musste die Defensive des ZFC einige Male mächtig schwitzen.

Stimmen zum Spiel

Volkan Uluc (Trainer Berliner AK): "Glückwunsch an den ZFC. Wir waren in der ersten Halbzeit zu passiv, waren in der Boxverteidigung nicht konsequent. Trotzdem Kompliment an die Mannschaft, wir sind mit vier U19-Spielern angetreten. Nach dem 0:2 kommen wir gut zurück. Am Ende war es ein verdienter Sieg. Wir konnten es nicht mehr verteidigen."

Georg-Martin Leopold (Trainer ZFC Meuselwitz): "Mannschaften die hinten drinstehen, sind immer gefährlich. Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Unsere große Schwäche – Standards - bringt den Gegner wieder zurück. Dann beginnt es in den Köpfen zu arbeiten. Die Rote Karte hilft uns. Wir bekommen dann ein Wahnsinnstor zum 2:2. Dann machen wir das glückliche 3:2, da war die Moral beim BAK weg. Jetzt können wir relativ beruhigt in die nächsten Spiele gehen."

rei