Eine Grafik mit Karl Geiger beim Wettkampf

Olympia | Skispringen Karl Geiger wehrt sich gegen Vorwürfe: "Anzug nicht zu groß"

Stand: 15.02.2022 04:08 Uhr

Skispringer Karl Geiger hat sich gegen Schummel-Vorwürfe wegen eines angeblich zu großen Sprunganzugs gewehrt. Polnische und norwegische Medien hatten diese aufgrund eines Fotos aufgeworfen.

"Ich war in jedem Wettkampf in der Kontrolle, heute sogar zweimal. Der Anzug war an keiner einzigen Stelle zu groß, an einer Stelle sogar zu klein. Mein Anzug ist nicht zu groß. Punkt", sagte Geiger nach dem Gewinn der Bronze-Medaille im Teamspringen in der Mixed-Zone.

Vor allem in polnischen Medien kursierte nach dem Einzel von der Großschanze, in dem Geiger knapp vor Kamil Stoch Bronze gewonnen hatte, ein Foto, auf dem Geigers Anzug im Schritt Falten wirft. "Das war in einer Position, in der sich die ganze Länge des Anzugs auf einer blöden Stelle zusammenschiebt. In dieser Position sieht ein Skisprunganzug einfach so aus. Das heißt aber nicht, dass er zu groß ist", verteidigte sich der Oberstdorfer.

Nach Teamspringen - auch norwegische Medien reagieren

Nach dem Teamwettkampf griffen auch norwegische Medien wie die Tageszeitung "Dagbladet" das Thema auf, nachdem Schlussspringer Geiger der deutschen Mannschaft Bronze gesichert hatte - knapp vor Norwegen. Norwegens Springer hielten sich derweil mit Kritik zurück. "Menschen haben Augen, damit sie sich ihre eigene Meinung bilden können", sagte Olympiasieger Marius Lindvik.

Halvor Egner Granerud äußerte sich bei "Dagbladet" auf die Frage nach Karl Geigers Anzug ähnlich: "Die Bilder sprechen für sich." Er habe beim Teamwettbewerb verstärkt auf Geigers Anzug geachtet: "Es sah besser aus." Aber: Der deutsche Schnitt der Anzüge unterscheide sich grundsätzlich von dem, den die Norweger tragen. "Sie nähen die Anzüge anders."

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Fünf Athletinnen im Mixed-Springen disqualifiziert

Schon beim Mixed-Wettbewerb hatte die Diskussion um die Anzüge hohe Wellen geschlagen, als gleich fünf Springerinnen disqualifiziert worden waren, darunter die Deutsche Katharina Althaus, aber auch zwei Norwegerinnen.

"Es wird langsam echt ein bisschen viel. Irgendwie meinen alle Leute, mitreden zu wollen. Es lenkt auch zu sehr vom Sport ab. Ich fand das auch nicht in Ordnung, was da teilweise geschrieben wurde", sagte Geiger.

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